Auf der Bühne Schulwissen präsentiert

Von: defi
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„Dat Iphigenie hatte et auch nich leicht mit den ganzen Zicken drumherum“: Das war schon dem Herrn Goethe bewusst, als er sein Bühnenstück „Iphigenie auf Tauris“ anno 1779 zu Papier brachte. Die Betty-Reis-Gesamtschule lieferte eine Neuauflage des Dramas beim Betty-Puzzle. Foto: defi

Wassenberg. Die Mädels gerieten ins Träumen und ein paar Jungs sicherlich auch, als Emeli Sande ihr „Read all about it“ sang. Emelie Sande ist Schülerin des St. Jans College Hoensbroek, mit dem die Betty-Reis-Gesamtschule Wassenberg eine Schulpartnerschaft pflegt, nun schon seit zehn Jahren. Beide Schulen zeigten beim Betty-Puzzle, was ihre Schüler so drauf haben.

Diese Bühnenshow war ein großer Erfolg – zwei Vorstellungen in der Mensa der Betty-Reis-Gesamtschule wurden von vielen begeisterten Zuschauern beklatscht. Auch wer nicht Papa oder Mama war, hatte einen vergnüglichen Abend. Erst ein halbes Jahr lang hatte sich die Klasse 5.4 der Gesamtschule mit der englischen Sprache beschäftigt. Ihre Sketche, in der ihnen noch neuen Sprache, trafen dennoch ins Schwarze. Es war der vierte Darbietungsabend nach „Perlenkette“ (2005), „Reisen“ (2007) und „Märchenhaft“ (2009).

Eine Menge Arbeit

Ziel war es, dass die Schülerinnen und Schüler einmal bühnenwirksam präsentieren können, was sie im Unterricht gelernt haben. So eine Bühnenshow auf die Beine zu stellen, macht eine Menge Arbeit - 25 Lehrer legten sich ins Zeug, um einen reibungslosen und flotten Ablauf des Programms zu gewährleisten. Mehr als 100 Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 5 bis12 begeisterten an den beiden Abenden über 500 Zuschauer.

Der Gastauftritt des St. Jans College Hoensbroeck geht auf den Beginn der Schul-Partnerschaft zurück, als eine Delegation der Wassenberger Gesamtschule zu einer ähnlich konzipierten Revue in die benachbarten Niederlanden eingeladen war. Die Wassenberger Schüler zeigten in diesem Jahr Darbietungen aus den Fächern Deutsch, Englisch, Religion, Sport, Kunst, Biologie, Musik und Ästhetische Kommunikation.

Schüler des letztgenannten Fachbereichs hatten köstliche Theaterszenen einstudiert, eine Satire auf das „unmögliche“ Miteinander von Mann und Frau.

Dass auch der Gelbe Sack beziehungsweise sein Inhalt sehr kleidsam sein kann, bewiesen die Klassen 6.1 und 6.5 bei ihrer Modenschau mit hübschen Fummeln aus Recycling-Materialien. Besonders das Oberteil aus Caprisonnen-Tüten und das Hochzeitskleid aus Gardinenstoff dürften der Renner der nächsten Saison werden.

Standing Ovations

„Building it up“ waren akrobatische Turnübungen der 7.2, mit denen den Schülern auf jeden Fall eine Karriere in der Zirkusmanege sicher sein dürfte. Kein Wunder, das nach solch einem Programm das Publikum stehend den Schlussapplaus spendete. Selbst das Ende der Show war perfekt inszeniert. Drei „Putzfrauen“ kehrten aus: „Au weia, die Chefin kommt, da müssen wir mal eben Pause machen.“

Und so hatte Schulleiterin Dr. Karin Hilgers noch Gelegenheit, sich bei den vielen Beteiligten zu bedanken.

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