Heinsberg-Randerath - Auch Talbot hatte seine Wiege im kleinen Randerath

Auch Talbot hatte seine Wiege im kleinen Randerath

Von: Rainer Herwartz
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Heinz Franken spürt in seinem neuen Buch interessanten Perönlichkeiten seines Randerather Heimatortes nach. Foto: Rainer Herwartz

Heinsberg-Randerath. Hätten Sie gewusst, dass der berühmte Johann Hugo Jacob Talbot, der 1835 nach Aachen zog und dort die weltbekannt gewordene Waggonfabrik gleichen Namens gründete, eigentlich ein Sohn des Heinsberger Örtchens Randerath war? Oder dass der Kölner Dom ein Stück weit auch durch Goswin von Randerath geplant wurde?

Dabei sind Talbot und Goswin nur zwei der spannenden Persönlichkeiten aus Heinz Frankens Heimat, die er in seinem neuen Buch „Zeugen aus Randeraths Vergangenheit – Personen, die Geschichte schrieben“ porträtiert.

„Ich habe bislang immer die Historie Randeraths selbst beschrieben, dabei kamen viele Menschen, die eine wichtige Rolle spielten, in ihren Eigenheiten natürlich oft zu kurz.“ Doch das wollte Heinz Franken mit der fast 120 Seiten starken Biographie namhafter Dynastien, Territorialherren, Vögte, Kleriker und besonderer Bürger längst vergangener Epochen nun ändern.

„Schon vor zwei Jahren hatte ich die Idee, mich einmal mit diesen Biographien zu befassen. Begonnen habe ich bei den Edelherren, weil da die Literatur am meisten hergibt.“ Es folgten viele Kleriker, so zum Beispiel Erzbischof Arnold von Randerath. Insgesamt wurden es über 50 Persönlichkeiten, denen sich Heinz Franken widmete.

Der eingangs erwähnte Johann Hugo Jacob Talbot war übrigens der Sohn eines Notars mit Namen Franz-Theodor. Nachdem er nach Aachen gezogen war, hatte er sich allerdings keineswegs gleich dem Waggonbau verschrieben, denn zunächst gründete er eine Marmorschleiferei. Goswin von Randerath wurde sogar schon in dem Bestseller „Tod und Teufel“ von Frank Schätzing verewigt, weil er im Jahre 1248 als Domherr in die Planungen zum Dombau zu Köln einbezogen war.

„Eine der bedeutendsten Randerather Persönlichkeiten war aber sicherlich Gottfried Ignatz, der im Jahre 1843 zunächst nach Schweden und später nach Norwegen auswanderte und dort die katholische Religion verbreitete“, sagt Heinz Franken. Dies sei umso bemerkenswerter gewesen, als es zuvor 300 Jahre lang in Norwegen keinen Katholizismus mehr gegeben habe, meint er. Ignatz habe in Norwegen Schulen gegründet, die so beliebt gewesen seien in der Bevölkerung, dass sogar protestantische Eltern ihre Kinder hierhin schickten.

Heinz Frankens Recherchen reichten weit über die Grenzen des Heinsberger Landes hinaus bis nach Holland, Frankreich und selbst hinein in den Vatikan. „Das liegt unter anderem daran, dass sich die Einsatzgebiete der Pastöre, Kanoniker, Bischöfe und Ordensschwestern von Randerath bis nach Köln und Essen, Holland, Belgien, Schottland, Schweden und eben Norwegen hinaus erstreckten“, erklärt der frühere Randerather Ortsvorsteher, der sicher ist, dass sein neuestes Werk wohl nicht sein letztes sein wird. „Ich habe da schon so einige Ideen“, lächelt er vielversprechend.

Erhältlich ist das neue Buch von Heinz Franken mit der ISBN-Nr. 9783937675190 in Heinsberg in der Buchhandlung Gollenstede sowie in Randerath bei der Raiffeisenbank, der Bäckerei Bremer und natürlich beim Autor selbst.

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