Auch Heinsberg feiert den Königstag

Von: defi
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Shoppen unter dem Oranje-Triumphbogen konnten die Besucher der „Oranje City“ Heinsberg beim ersten Königstag. Foto: defi
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Natürlich hatte Organisator Günter Kleinen (r.) mit Marleen Hansen (l.) eine niederländische Künstlerin zur Kunstausstellung eingeladen. Foto: defi

Heinsberg. Also mal ganz ehrlich – wenn König Willem-Alexander und Königin Máxima gewusst hätten, wie „gezellig“ man in Heinsberg shoppen, lecker essen und ein Bierchen trinken kann, dann, ja dann hätte das populäre niederländische Königspaar sicherlich getreu dem Motto „Adel verpflichtet“ den ersten Königstag in Heinsberg gefeiert.

Macht nix, auch so schien die Sonne in Heinsberg, und die orangenen „Triumphbögen“ grüßten den strahlend blauen Himmel und eine stattliche Anzahl niederländischer Besucher, die den ersten Königstag außerhalb des Königreichs verbrachten.

Die Tradition bleibt

„Oranje City“ hieß bislang der Königinnentag in Heinsberg – und auch nach der Krönung von Prinz Willem-Alexander zum Staatsoberhaupt hat der Heinsberger Gewerbe- und Verkehrsverein (G&V) diese Tradition aufrecht erhalten und lud am Samstag zur nunmehr zwölften Auflage des orangebunten Einkaufserlebnisses ein.

Mit der „Oranje City“ etabliert sich Heinsberg als grenznahe Einkaufsstadt und sagt einmal im Jahr den treuen niederländischen Kunden „Dankeschön“.

Einheitliches Bild

„Es ist schön, dass sie an uns denken“, sagte die junge Dame aus dem benachbarten niederländischen Vlodrop und blickte auf die großen Bögen aus orangefarbenen Luftballons, die in diesem Jahr zum ersten Mal vor immerhin schon 28 Heinsberger Geschäften aufgebaut waren. Diese „Triumphbögen“, wie Peter Heinrichs vom G&V sie scherzhaft nannte, geben dem Auftreten der Heinsberger Geschäftsleute ein einheitliches und professionelles Erscheinungsbild.

Günter Kleinen, Ideengeber und Organisator beim G&V, hatte den Kontakt zu Paul und Yolanda van Ommen-de Bas aus Puth hergestellt. Die beiden Ballonkünstler hatten die Bögen angefertigt, die Kreissparkasse hat als Sponsor des G&V die Kosten für die teilnehmenden Händler in Grenzen gehalten. „Wir hätten auch nach Roermond fahren können“, sagte die Vlodroperin lächelnd, aber hier in Heinsberg sei es viel „gezelliger“ (gemütlicher). Schuhe bekäme man günstiger und auch die Drogerieartikel. Etwas Leckeres essen und trinken, auch das stand auf dem Programm zum Königstag in Heinsberg.

Marcus Mesche ist Buchhändler und profitierte jetzt nicht so wirklich von den niederländischen Kunden – es sei denn, sie waren auf der Suche nach einem Buch in deutscher Sprache. Seine Geschäfte Gollenstede und Buchpunkt hatte Marcus Mesche dennoch mit den Ballonbögen geschmückt. Mesche: „Wichtig ist, dass wir alle in Heinsberg an einem Strang ziehen.“ Das sähe dann nicht nur schöner aus, es sei auch gegenüber den Niederländern einfach glaubwürdiger.

Zuspruch eher mau

In niederländischen Medien hatten einige Heinsberger Geschäftsleute vor dem Königstag massiv Werbung für die Oranje City gemacht. Sandra De Greef vom alteingesessenen „Modelädchen“ an der Unteren Hochstraße hatte ihr Geschäft frisch renoviert, mit einem Ballonbogen dekoriert und wäre gut gerüstet gewesen für den Ansturm der niederländischen Kunden. Doch der Zuspruch am ersten Königstag war eher mau. De Greef: „Ich glaube es liegt viel daran, dass es diesmal ein Wochenende ist.“

Mit der „Oranje City“ der vergangenen Jahre zum Königinnentag war Sandra De Greef stets sehr zufrieden gewesen. In diesem Jahr vermisste sie auch die Jazzband. „Die spielten immer Lieder, die alle kannten und kamen auch morgens schon bis zu uns.“ In diesem Jahr haben „Trommlerin Fatima“ und ihre Percussionisten die Jazzband einmal abgelöst.

Ganz am anderen Ende der City etabliert sich in der Oberstadt im Umfeld des Begas-Hauses der Schwerpunkt der diesjährigen Aktionen des Gewerbe- und Verkehrsvereins.

Ins neugestaltete Bettenhaus Medorma vor dem Torbogen hatte der G&V zu einer Kunstausstellung mit Gemälden der niederländischen Künstlerin Marleen Hansen eingeladen.

Die Künstlerin aus Melick zeigte farbenfrohe abstrakte Bilder. Günter Kleinen dichtete bei der Vernissage: „Der Frühling dräut mit aller Macht – Heinsberg in oranjer Pracht.“

Für „oranje Pracht“ auch noch hinter dem Torbogen in der „Heinsberger Altstadt“ sorgte Maja Jansen. Ihr mit niederländischer Fahne und Ballons geschmückter Second-Hand Modeladen gegenüber dem neuen Begas-Haus wird bei der nächsten Aktion des G&V, dem „Sommerboulevard – Treffpunkt Oberstadt“ am 31. Mai sicherlich nicht mehr so abseits liegen.

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