Ast auf der Oberleitung: Triebwagen evakuiert

Von: g.s.
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Endstation Bahndamm: Weil ein auf die Oberleitung gefallener Ast die Weiterfahrt verhinderte, mussten 25 Fahrgäste eines Zuges bei Heinsberg mit Hilfe der Feuerwehr auf offener Strecke aussteigen. Foto: Georg Schmitz

Heinsberg. Am Sonntagnachmittag kam es für mehrere Stunden zum Totalausfall der Bahnstrecke Heinsberg-Lindern. Kurz nach 14 Uhr hatte sich zwischen den Haltepunkten Oberbruch und Kreishaus in Höhe der Straße Am Hartenbauer aufgrund des starken Windes ein Ast von einem Baum gelöst und war auf die Oberleitung gefallen.

Dadurch musste ein Personenzug der Wurmtalbahn, der zu diesem Zeitpunkt den Bahnhof in Heinsberg anfuhr, auf offener Strecke stoppen. Die rund zwei Dutzend Fahrgäste durften den Triebwagen nicht verlassen, solange die Oberleitung der elektrifizierten Strecke noch unter Strom stand. Mitarbeiter vom Regio-Notdienst schalteten die Fahrdrähte stromfrei.

Zwischenzeitlich war der ABC-Zug der Feuerwehr des Kreises Heinsberg alarmiert worden, so dass sich innerhalb einer halben Stunde rund ein Dutzend Feuerwehrfahrzeuge sowie Rettungswagen und die Leitende Notärztin einfanden.

Die Kräfte der Löschgruppen Oberbruch und Dremmen halfen den Passagieren über eine am Triebwagen angelegte „Nottreppe“ beim Aussteigen und unterstützten besonders die älteren Fahrgäste beim „Erklimmen“ einer Böschung.

Nach Auskunft Einsatzleiter Hans Leo Schreinemachers verlief die Rettungsaktion ohne Probleme. Das Szenario hatte die Heinsberger Feuerwehr erst kürzlich unweit der Einsatzstelle geübt. Bereits am Freitag war es zu einem ähnlichen Fall gekommen, ebenfalls durch herab fallende Äste verursacht.

Die Bahn sorgte für ein Taxi, das Fahrgäste nach Geilenkirchen fuhr und für einen Bus, der die übrigen Passagiere nach Heinsberg brachte. Die Wurmtalbahn erweist sich seit ihrer Eröffnung im vergangenen Jahr als pannenanfällig. Fast wöchentlich ist von Zug-Ausfällen, Verspätungen und anderen Problemen zu hören.

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