Armin Pongs zu Gast in der Marienschule Dremmen

Von: Anna Petra Thomas
Letzte Aktualisierung:
5850717.jpg
Alle Marienschüler versprachen nach der tollen Lesezeit mit Armin Pongs gerne, auch selbst mehr zu lesen und bekamen dafür einen kleinen Mondstein oder eine kleine Jakobsmuschel. Foto: Anna Petra Thomas

Heinsberg-Dremmen. Ein „Krokofil“ ist ein ganz besonderes Krokodil. Das erfuhren die Schüler der Dremmener Marienschule jetzt vom Schöpfer dieses ganz besonderen Wesens ganz persönlich.

Schriftsteller Armin Pongs war gekommen, um den Kindern aus seinen Kinderbüchern, in denen das „Krokofil“ der Hauptdarsteller ist, vorzulesen. 17 Jahre alt sei er gewesen, als er begonnen habe zu schreiben, erzählte er den Erst- und Zweitklässlern. Dann habe er 28 Jahre lang jedes Jahr ein Buch geschrieben. Diese Rechenaufgabe wurde natürlich mit Bravour gelöst.

Drei seiner Bücher, die vom „Krokofil“, hatte Pongs den Kindern mitgebracht, die sich alle natürlich irgendwie grün gekleidet hatten. Nein, nicht nur mit Hose oder Shirt. Sogar grüne Socken, Schuhe oder Haarbänder ließen sich da zu Ehren des „Krokofils“ im Publikum ausmachen.

„Aber das haben wir doch schon in der Klasse gelesen“, monierten die Kinder, als Pongs mit seinem ersten Buch „Krokofil – Der Traumländer“ starten wollte. „Aber ich lese es euch ganz anders vor“, versprach der Autor und nannte die drei Regeln bei seinen Lesungen: Leise sein, gut zuhören und Achim Pongs anschauen. Und wenn Pongs sich verlesen sollte und „Krokodil“ statt „Krokofil“ sagen sollte, würde er zehn Liegestützen machen, versprach er. Natürlich sollte er sich zumindest einmal verlesen…

Schon das allein begeisterte die Kinder. Und als der Autor dann mitten zwischen den Kindern stand, nahm er sie mit seiner Mimik und Gestik gleich mit in den großen Palast, wo „Krokofil“ mit Prinzessin Anna Lucia aufwuchs. Ja, es schien sogar, als bewegte sich das kleine Krokodil in dem Weidenkorb, den Pongs in seiner Hand hatte.

Schnell konnten die Kinder ihm aus der Geschichte erzählen. „Wo ich doch gar keinen Film gezeigt habe?“, fragte er scheinbar erstaunt und lieferte die Erklärung gleich hinterher. „Wenn man keine Bilder sieht, muss man sie sich vorstellen, mit Fantasie“, erklärte er den Kindern. „Jeder von euch hat jetzt ein eigenes Bild vom Krokofil. Das schafft kein Fernseher!“ Und genau darauf komme es im Leben an, dass man eigene Bilder im Kopf habe. „Lesen macht reich!“

Zum Abschluss zeigte Pongs den Kindern noch, wie ein Buch entsteht. Er hatte dafür sogar einen großen bedruckten Papierbogen mitgebracht und faltete ihn auf Buchseiten klein zusammen. Schließlich gaben ihm alle Kinder das Versprechen, künftig weniger Zeit vor dem Fernseher und mehr Zeit mit einem Buch zu verbringen. Dafür gab´s als Belohnung einen kleinen Mondstein mit Sternenstaub. „Wenn ihr den unter eurer Kopfkissen legt, gehen die schlechten Träume weg“, erklärte Pongs ihnen.

Auch die zweite Lesung mit den Dritt- und Viertklässlern und eine kleine Schreibwerkstatt mit ihnen begeisterten den Autor. „Überdurchschnittlich“, befand er. „Man merkt, dass hier vorgelesen wird.“ Viele Eltern kämen dieser „Erziehungspflicht“ allerdings nicht nach, monierte er. „Kinder brauchen von zu Hause mehr Impulse!“

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert