Arbeitslohn fließt in soziale Projekte

Von: Monika Baltes
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Fleißig gearbeitet und Gutes getan: Schüler des MKG haben einen Tag lang gearbeitet und das Geld gespendet. Foto: Monika Baltes

Wegberg. Dr. Andrea Schwaiger hatte Recht. „Ihr dürft sehr stolz auf euch sein“, lobte sie die „riesige Leistung“ der Teilnehmer am diesjährigen Projekt „Dein Tag für Afrika“. Zusammen mit Guido Knippenberg kümmert sie sich um die Organisation des Projektes am Maximilian-Kolbe-Gymnasium (MKG) in Wegberg.

110 Schüler (alle Schüler der 9. Klassen und freiwillige Schüler der Oberstufe) des MKG hatten sich am Projekt beteiligt. Für einen Tag im vergangenen Oktober wurden die Teilnehmer vom Unterricht freigestellt, um in einem Betrieb oder Unternehmen ihrer Wahl zu arbeiten. Der erwirtschaftete Arbeitslohn wurde dem Projekt zur Verfügung gestellt. Die Hälfte der Einnahmen kommt der Aktion Tagwerk zugute. Über den Tagwerk-Projektpartner Human Help Network und den Kooperationspartner „Brot für die Welt“ werden Bildungsprojekte in Burundi, Ruanda, Südafrika, Uganda und der Elfenbeinküste unterstützt.

Von Eiscafé bis Entrümpelung

Die andere Hälfte spendet das MKG an eine selbst gewählte Organisation, in diesem Jahr zum fünften Mal in Folge an den „Förderverein Abbé George, Wegberg“. Über 1278 Euro freuten sich die Vertreter des Fördervereins Hedwig Klein und Heinz-Werner Lennartz bei der Übergabe des Schecks, den Abbé George persönlich entgegennahm. Sie alle fanden herzliche Worte des Dankes an die Schüler.

Eifrig und zielstrebig waren die Schüler ans Werk gegangen, hatten im Reisebüro und im Eiscafé gearbeitet, sich bei der Stadtverwaltung und im Golfclub-Büro nützlich gemacht, im Indoor-Spielplatz und in der Bäckerei mit angepackt. Wer keinen Arbeitsplatz ergattern konnte, leistete seinen Beitrag im Garten beim „Bambusausbuddeln“ oder beim Entrümpeln der Garage.

Informativ und unterhaltsam – mit einem kleinen Quiz am Ende der Ausführungen – stellte Lennartz die Krankenstation in Magara, Burundi, vor. Drei Gebäude wurden bereits errichtet und in Betrieb genommen: Ambulanz, Krankenstation und Geburtsstation. Durchschnittlich 200 Patienten werden hier wöchentlich behandelt, in der Geburtsstation werden im gleichen Zeitraum zehn Kinder geboren.

Die Trägerschaft der Krankenstation soll in die Hände der Schwestern der Ordensgemeinschaft „Bene Umukama“ gelegt werden. Um dem Konvent ein Domizil zu geben, sollen Wohnräume für die Ordensschwestern, ein Gästehaus und eine kleine Kapelle gebaut werden. Kapelle und Gästehaus werden die Ordensschwestern selbst finanzieren, die Kosten für die Wohnräume will der Förderverein übernehmen, „nach realistischen Schätzungen 52.000 Euro“. Eine große Summe, die jetzt ein bisschen kleiner geworden ist, denn genau dafür soll die Spende verwendet werden.

Auch die stellvertretende Schulleiterin Maj Kuchenbecker blickte stolz auf die Schüler und den erwirtschafteten Gesamterlös von 2556 Euro. „Ein geniales Konzept, das auch künftig von Schulleitungsseite unterstützt wird.“ Denn die Schüler hätten einen kleinen Einblick in die Arbeitswelt erhalten und zudem Gutes getan. Und Guido Knippenberg fügte hinzu: „Wir haben den Plan, weiterzumachen.“

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