Erkelenz-Lövenich - Anwohner an der Bruchstraße fürchten jeden Sturm

Anwohner an der Bruchstraße fürchten jeden Sturm

Von: Helmut Wichlatz
Letzte Aktualisierung:
9240937.jpg
Anwohner der Bruchstraße sorgen sich, dass diese Bäume bei einem der nächsten Stürme umfallen.
9240942.jpg
Ganz in der Nähe des Kindergartens hat der jüngste Sturm bereits Bäume zu Fall gebracht.

Erkelenz-Lövenich. Den Anwohnern der Bruchstraße wird angst und bange, wenn ein Sturm aufkommt. Denn dann wird der Baumbestand im Bereich des Bolzplatzes und Waldkindergartens ordentlich durchgeschüttelt, was dazu führt, dass Äste abreißen oder ganze Bäume abknicken und umfallen.

Davon wissen Paul Jäschke und andere Anwohner zu berichten. „Wir sehen das mit großer Besorgnis“, betont er. Deshalb habe man bei der Stadt schön öfter auf den Umstand hingewiesen.

Bäume, deren Stämme bei einer Höhe von bis zu 20 Metern einen Durchmesser von nur rund 15 Zentimetern haben, sollten entfernt werden, da sie im Sturm abknicken und Schäden bis hin zu Verletzungen von Passanten oder spielenden Kindern verursachen könnten.

In Wegberg war vor einigen Jahren eine Spaziergängerin im Stadtpark von einem umstürzenden Baum erschlagen worden, woraufhin alle Bäume im Stadtgebiet auf ihre Standfestigkeit und ihren Gesundheitszustand hin überprüft wurden.

Jäschke befürchtet, dass zuerst etwas passieren muss, bis etwas geschieht. Und das kann jederzeit so weit sein, glaubt er. Keine 50 Meter vom Waldkindergarten „Wühlmäuse“ entfernt sei nun vor einigen Tagen ein 20 Meter großer Baum quer über den Waldweg gefallen, berichtet er. „Nicht auszudenken, wenn dort jemand gelaufen wäre“, erklärt er. Zum Konzept des Waldkindergartens gehört, dass die Kinder bevorzugt an der frischen Luft spielen und beaufsichtigt werden.

Die Anwohner überlegten nun, ob sie einen Gutachter einschalten sollten. So sollten Schäden dokumentiert und die Stadt zum Handeln aufgefordert werden.

In der Stadtverwaltung ist man sich der Situation des Baumbestandes in der Stadt bewusst. „Herabgefallene Äste oder abgeknickte Bäume werden umgehend beseitigt“, betont Stefan Heinrichs, Leiter des Baubetriebs- und Grünflächenamtes der Stadt und zuständig für die Wegesicherheit im Stadtgebiet. Seine Mitarbeiter machen sich gerade in stürmischen Zeiten wie diesen vor Ort ein Bild vom Zustand der Bäume und sind angewiesen, auf Hinweise aus der Bevölkerung zeitnah zu reagieren, betont Heinrichs.

Der Vorfall des abgeknickten Baumes an der Bruchstraße sei ihm noch nicht gemeldet worden, man werde sich aber umgehend des Themas annehmen.

Beim Waldkindergarten sieht man sich nicht gefährdet. „Wir haben die Stadt angerufen, und die hat umgehend gehandelt und viel Holz abtransportiert“, erklärt Sa-brina Rütten von den „Wühlmäusen“ auf Nachfrage. Von einem weiteren umgestürzten Baum wisse man derzeit nichts.

Vor einigen Tagen waren sechs Bäume im direkten Umfeld des Kindergarten-Bauwagens entfernt worden. „Darüber hinaus haben wir vereinbart, dass in dieser Woche die Kinder das Gelände direkt am Bauwagen nicht verlassen“, ergänzt Florian Kuß, Mitgründer der „Wühlmäuse“. Zudem seien die Mitarbeiterinnen zum Thema Sicherheit im Wald geschult und sich der Gefahr bewusst, die von Sturm im Wald ausgehen kann.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert