Erkelenz - Antrag: Eltern sollen zur Gesamtschule befragt werden

Antrag: Eltern sollen zur Gesamtschule befragt werden

Von: eska
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Erkelenz. Braucht die Stadt Erkelenz, die sich gerne als Stadt der Familien und Schulstandort präsentiert, eine Gesamtschule? Die Fraktionen von SPD und Grünen im Stadtrat wollen dieser Frage nun nachgehen. Dazu, so fordern sie in einem Antrag an Bürgermeister Peter Jansen, sollen die Eltern befragt werden.

„Wir wollen durch eine Elternbefragung ermitteln, ob in Erkelenz der Bedarf zur Errichtung einer Gesamtschule besteht“, so SPD-Chef Dieter Spalink. Beide Fraktionen seien sich einig darin, dass das schulische Angebot und dessen Planung für die Zukunft ausschließlich durch Rat und Verwaltung der Stadt Erkelenz bestimmt und federführend organisiert werden müsse. So sehe es das Schulgesetz vor.

„Die Gesamtschule als das noch fehlende Glied im Angebot an Schulformen spielt dabei eine wesentliche Rolle. Das haben beide Fraktionen schon in der letzten Schulausschusssitzung öffentlich betont.“ Laut Spalink sei es nicht damit getan, „die schulentwicklungspolitische Verantwortung auf den Kreis – wie von CDU und FDP beantragt – zu verlagern“.

Die Fraktionen begründen ihren Antrag, eine Elternbefragung zu starten, unter anderem mit dem demografischen Wandel.

Abi nach 13 Jahren

Dieser lasse für die kommenden Jahre „klar erkennen, dass mit rückläufigen Schülerzahlen insbesondere an der Haupt- und Realschule in Erkelenz zu rechnen ist. Auch lässt sich im Kreis Heinsberg ein verändertes Elternverhalten beim Übergang ihrer Kinder auf die weiterführenden Schulen erkennen.“

Die Gesamtschule werde als Schulform, die nach der Grundschule nicht nur alle Abschlüsse in einer Schulform, sondern auch das Abitur noch nach 13 Schuljahren anbietet, kreisweit stark nachgefragt . Erkelenz sei mittlerweile als Schulstadt des Kreises Heinsberg die einzige größere Stadt im Kreis ohne eine Gesamtschule, heißt es im Antrag an den Bürgermeister.

Die Elternbefragung habe zum Ziel, „den tatsächlichen Bedarf nach einer Gesamtschule in Erkelenz feststellen“. Dem Anschreiben sollen nach Meinung von Genossen und Grünen mehrsprachige Kurzinformationen zur Gesamtschule beiliegen. „Diese Befragung führt zu einem klaren Bild und zeigt dann auf, welchen Weg wir in Erkelenz für die Weiterentwicklung der Bildungslandschaft einschlagen müssen“, konstatieren die Fraktionsvorsitzenden Rainer Rogowsky (SPS) und Beate Schirrmeister-Heinen (Grüne).

Zuvor sei zudem eine von der Stadt veranstaltete Informationsveranstaltung nötig, in der den betroffenen Eltern die Thematik erörtert werde.

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