Angebot: Mehrere Tagesmütter teilen sich die Betreuungsarbeit

Von: Rainer Herwartz
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So könnte es aussehen, wenn im Mai nächsten Jahres in Heinsberg die erste Großtagespflegestelle eröffnet wird. Foto: Patrick Pleul/dpa

Heinsberg. Die Eltern kleiner Kinder, vor allem von solchen unter drei Jahren, dürfte es freuen. „Wir haben uns schon lange überlegt, den Eltern ein zusätzliches Angebot zu machen“, sagt der Heinsberger Jugendamtsleiter Bernd Kleinjans. Erstmals soll jetzt auch in der Kreisstadt eine sogenannte Großtagespflegestelle eingerichtet werden.

In Geilenkirchen, Hückelhoven und Erkelenz gebe es diese bereits. Je nach Geschmack hätten die Eltern auf diese Weise die Möglichkeit, ihre Sprösslinge entweder bei einer Tagesmutter zu Hause in bekannter Weise, in einer Kindertagesstätte oder eben in besagter Großtagespflegestelle betreuen zu lassen. „Letzteres bedeutet den Zusammenschluss von maximal drei Kindertagespflegepersonen, die außerhalb des eigenen Haushalts bis zu neun Kinder gleichzeitig, vornehmlich Unter-Dreijährige, betreuen“, erläutert Kleinjans.

Wo dies geschehen soll, steht auch schon fest. Das Vereinsheim in Laffeld, die ehemalige Volksschule an der Maarstraße, wurde als Domizil auserkoren. „Wir werden das Gebäude gemeinsam mit den sechs Vereinen betreiben, die hier die Räumlichkeiten nutzen.

Das hat zwei Vorteile: erstens ergibt sich so eine bessere wirtschaftliche Auslastung und zweitens entsteht die Möglichkeit der Kooperation mit den dort etablierten Institutionen, zum Beispiel die Begegnung der Generationen beim monatlichen Seniorentag.“ Durch die Lage ergebe sich überdies eine Kooperationsmöglichkeit mit der Kita Aphoven/Laffeld.

Die Kindertagespflege habe gerade in der U3–Betreuung einen familiären Charakter, sagt Kleinjans. „In der Vielfalt des Angebots liegt der Reiz“, ergänzt Hans-Walter Schönleber, Leitender Rechtsdirektor der Stadt. Die Planungen seien bereits abgeschlossen. Es gebe einen Zuschuss vom Land für die Einrichtung und Ausgestaltung des Gebäudes und der Außenanlagen.

„Wir suchen maximal drei Tagespflegepersonen, die dieses Projekt betreuen“, konkretisiert Kleinjans den Bedarf. Und um potenziellen Interessenten eine Bewerbung schmackhaft zu machen, unterstreicht er sogleich, dass der Unterhalt des Gebäudes durch die Stadt übernommen wird und für die Tagespflegepersonen hier keine Kosten entstünden.

„Wir bieten Geldleistungen von maximal 4,90 Euro pro Stunde und Kind an. Der Betrag muss dann auf die Betreuer aufgeteilt werden. Zudem geben wir je zur Hälfte einen Zuschuss zur Kranken- und Rentenversicherung. Die Unfallversicherung übernehmen wir komplett, ebenso wie die Kosten für die Qualifikation im Umfang von 160 Stunden, die im Januar beginnt.“

Und welche Kosten entstehen für die Eltern, die das neue Angebot in Anspruch nehmen möchten? „Wir erheben von den Eltern die normalen Kindergartenbeiträge“, sagt Schönleber.

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