An der B56 in Süsterseel rollen die Bagger an

Von: dawie
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Selfkant-Süsterseel. An der Bundesstraße 56 in Süsterseel, die sich in der Ortslage Suestrastraße nennt, rollen noch in diesem Jahr die Bagger an.

Bürgermeister Herbert Corsten erläuterte bei der Bürgerversammlung des CDU-Ortsverbandes Süsterseel, wie die Baumaßnahmen konkret vonstatten gehen.

Die Suestrastraße wird auf ihrer kompletten Länge, das sind rund 1,1 Kilometer, erneuert. „Die Straßendecke wird bis zu einer Tiefe von 50 Zentimetern abgetragen und neu asphaltiert“, erklärte Corsten. Träger der Straßenbaulast ist der Bund, er zahlt also auch die neue Straßendecke. „Um den Synergie-Effekt zu nutzen, der der Gemeinde finanziell zu Gute kommt“, werde die Gemeinde, ehe der Teer drauf ist, den Hauptsammler sanieren und zugleich die schadhaften Grundstücksanschlussleitungen, also jene Teile vom Kanal bis zur Grundstücksgrenze, reparieren. Eine Diskussion um Kostenersatzbescheide – wie nach den Kanalarbeiten in anderen Straßen – werde es diesmal nicht geben. Denn: Die Entwässerungssatzung werde nach der neuen Mustersatzung des Städte- und Gemeindebundes auf den aktuellen und rechtssicheren Stand gebracht.

Bei den Grundstücksanschlussleitungen in der Suestrastraße sei bereits eine TV-Befahrung erfolgt, um Schäden zu orten. Derzeit sei die Gemeindeverwaltung damit befasst, die Schadenshöhe und -gruppen zu definieren. Corsten sagte den nach dem jüngsten Kanalzoff offensichtlich verunsicherten Bürgern zu, sich nochmals mit ihnen zusammenzusetzen, sobald konkrete Fakten und Zahlen auf dem Tisch liegen.

Ehe die Bauarbeiten in der B 56 beginnen, sollen die alten und maroden Straßenlampen ab April durch energiesparende LED-Leuchten ersetzt werden. „Das wird den einzelnen Bürger nicht belasten“, erklärte Corsten. Ende des Jahres sollen die gesamten Bauarbeiten, die Juni/Juli ausgeschrieben werden, abgeschlossen sein.

In der Bürgerversammlung wurde Kritik laut, dass die Schäden an den Anschlussleitungen auch durch den starken Lkw-Verkehr auf der Suestrastraße versursacht sein könnten und die Anwohner damit für ein Risiko zur Kasse gebeten würden, das viele andere Bürger so nicht hätten. Der Bürgermeister beschwichtigte: „Das kann nicht sein. Die Bundesstraße hat einen ganz anderen, festeren Untergrund als eine Gemeindestraße.“ Aufs Tapet kam auch die Frage nach einer Verkehrsberuhigung eingangs der Suestrastraße. „Keine Ahnung, wie die Suestrastraße nach Fertigstellung der B 56n abgestuft wird. Dann sollten wir uns erst die Gedanken machen“, betonte Corsten.

Kein Blitzer

Ein stationärer Blitzer, der die Raser stoppen soll, ist nach Einschätzung des Bürgermeisters nicht durchzusetzen. „Zuständig ist hier der Kreis Heinsberg. Bereits 1996/97 haben wir es in anderen Orten versucht. Der Kreis sah jedoch für einen Blitzer keine verkehrsrechtliche Relevanz.“

Auch zum Glasfaserausbau gab es eine Information: Bis Ende April wird die Verlegung in der Suestrastraße beendet sein; dann dürfte es weitere drei Monate dauern, bis der letzte Süsterseeler ans Glasfasernetz angeschlossen ist.

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