Ambulante Hundebesuchsdienst: „Pfote mit Herz“ besucht Kinder

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Bernadette Cranen, Projektleiterin „Eine Pfote mit Herz“, zeigt Kindern in der Kita Karken, dass ihr Hund Amy auch geistig gefördert werden muss, indem man mit ihm spielt. Foto: Förderverein Seniorenzentrum Breberen
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Heinsberg-Karken. Schon als Bernadette Cranen in der Turnhalle Hundespielzeug verteilt, stecken drei Kinder den Kopf durch den Türschlitz. „Dürfen wir schon rein?“, fragen sie. „Einen Augenblick müsst ihr euch noch gedulden“, antwortet Bettina Tellers, Leiterin der Kita in Karken, und zieht die Tür wieder zu.

Die Kita in Karken hat Besuch von „Eine Pfote mit Herz“, einem Projekt des Fördervereins „Seniorenzentrum Breberen ist sozial – Wir fördern Kinder“.Eigentlich ist „Eine Pfote mit Herz“ ein ambulanter Hundebesuchsdienst für geistig und psychisch beeinträchtigte Menschen.

Die Leitung hat Bernadette Cranen, die unter anderem anerkannte Heilerziehungspflegerin und zertifizierte Hundeverhaltenstherapeutin ist. „Weil wir uns in den Gruppen der Kita aber in den vergangenen Wochen sehr viel mit Haustieren beschäftigt haben, dachten wir, dass es eine tolle Gelegenheit wäre, Hunde und ihr Verhalten unseren kleinen Gästen einmal live vorzustellen“, erzählt Bettina Tellers.

Streicheln und Spielen

Dann ist es soweit: 108 Kinder im Alter von zwei bis sechs Jahren – aufgeteilt in zwei Gruppen – nehmen auf Bänken in der Turnhalle Platz und erleben dank des Besuchs von Bernadette Cranen mit Hündin Amy und Michele Pater mit Woody, worauf es beim Umgang mit einem Hund ankommt.

Einige Kinder kennen Hunde von Zuhause, können also die Fragen von Bernadette Cranen sofort beantworten: Wie fühlt sich ein Hund, wenn er mit dem Schwanz wedelt? Was hat es zu bedeuten, wenn der Hund seinen Schwanz zwischen den Beinen einklemmt und auf den Bauch legt? Wo streichelt man einen fremden Hund am besten und darf man das überhaupt, ohne zu fragen?

Dass ein Hund nicht allein mit Spazierengehen ausgelastet ist, führt Michele Pater den Kindern vor. Ihr Hund Woody hat viel Temperament und ist noch jung. Damit er sich austoben kann, hat sie einen Hundetunnel angeschafft. Als Woody durch den Tunnel saust, klatschen die Kinder begeistert.

Amy hingegen lässt es etwas ruhiger angehen und schnüffelt nach ihrem Spielzeug, das Bernadette Cranen für sie versteckt hat. „Das war eine schöne und wertvolle Erfahrung zu unserem Projekt Haustiere und nimmt einigen Kindern auch noch mal die Angst vor Hunden“, sagt Bettina Tellers.

Zum Abschied gibt es für Amy und Woody und ihre Begleiterinnen als Dankeschön für ihren Besuch einen großen Applaus von den Kindern.

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