Amazing Shadows: Schattenspektakel begeistert die Zuschauer

Von: Helmut Wichlatz
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Sehenswert: Amazing Shadows gab es auf der Bühne der Erkelenzer Stadthalle zu sehen. Foto: Helmut Wichlatz

Erkelenz. Allein in den USA haben die Amazing Shadows schon über 30 Millionen Zuschauer begeistert. Derzeit ist das Schattenspektakel in Deutschland auf Tour und machte auch in Erkelenz Station. Die Mischung aus Tanz, Akrobatik und Ausdruckskraft hinter der Leinwand begeisterte schon die Massen beim US-Vorbild unserer Fernsehtalentshows.

Als „lebende Schatten“ erzählen die acht Künstler Geschichten, verwandeln sich in Gegenstände oder einen Ozean und spielen immer wieder mit Perspektiven und Sehgewohnheiten. In einer rasanten Show verschwammen die Motive und gingen in einem einzigen endlosen Tanz ineinander über.

Als kleine Kostprobe dessen, was das Publikum rund 90 Minuten lang erwartete, präsentierte die Dance Company „Catapult Entertainment“ eine Interpretation von Vivaldis „Vier Jahreszeiten“, wie man sie sicher noch nie zuvor gesehen hat. Tänzer wurden zu Tulpen, wogenden Wellen und obstbehangenen Bäumen.

Als kleine Hommage an die amerikanische Heimat formten sie sich dann zu grimmigen Halloween-Kürbissen, deren schwarze Schatten riesig zum Publikum herunterblickten. Übergangslos ging es weiter und nahm immer wieder neu Fahrt auf. Die Augen vermochten kaum dem Spektakel zu folgen, das sich ihnen bot. Wegschauen war zu riskant, denn man konnte ja etwas verpassen.

Dabei bewiesen die Akteure viel Humor und Spielfreude. Mit „Milestones“ wagten sie sich auch an ein sehr sensibles Thema. Denn der schwungvolle Schattentanz durch die Stationen des Lebens eines jungen Mädchens verstanden die Künstler als Hommage an die Opfer des Massakers in der Elementary-School von Newtown, bei dem der Amokläufer Adam Lanza vor rund zwei Jahren 27 Menschen tötete, zumeist Kinder.

Man sieht ein Mädchen, das im Sand spielt, am Strand tollt und mit Freunden seinen Schulabschluss feiert, sich verliebt – ein ganz normales Leben eben. Mit den Meilensteinen eines fiktiven Lebens wollten die Künstler den trauernden Eltern symbolisch das Leben ihrer Kinder wiedergeben, die ihnen durch die Wahnsinnstat genommen worden waren.

Bei „Berlin Wall“ wurde dem Tag des Mauerfalls gedacht, in „Spies“ lernten die Zuschauer eine Doppelagentin kennen, die ihr wildes Spiel trieb. Und weiter ging der wilde Reigen der tanzenden und verschmelzenden Schatten. Die Zuschauer konnten sich gar nicht sattsehen an dem, was da auf der Bühne hinter der Leinwand passierte. Nach rund eineinhalb Stunden war das Spektakel beendet.

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