Erkelenz - Am Oerather Mühlenfeld soll Wohnraum für 1500 Menschen entstehen

Am Oerather Mühlenfeld soll Wohnraum für 1500 Menschen entstehen

Von: Helmut Wichlatz
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Das beliebte Wohngebiet Oerather Mühlenfeld soll um 27 Hektar vergrößert werden... Foto: Stefan Klassen
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...und zwar auf dem Areal Richtung Gerderath/Matzerath. Foto: Stefan Klassen
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Weil die Kapazität der Kindertagesstätte am Mühlenplatz wohl nicht ausreichen wird, erwägt die Stadt Erkelenz den Bau einer zweiten. Foto: Stefan Klassen

Erkelenz. Das Oerather Mühlenfeld wird wachsen. Im Ausschuss für Bauen und Stadtentwicklung wurde die Erstellung eines Bebauungsplans beschlossen, der es ermöglicht, das Mühlenfeld in Richtung Matzerath um rund 27 Hektar oder 450 Baugrundstücke wachsen zu lassen. Entstehen können 600 Wohneinheiten für rund 1500 Menschen, wie Städteplaner Theo Wieland vor dem Ausschuss ausführte.

Die Grundstücks- und Entwicklungsgesellschaft der Stadt Erkelenz (GEE) hat bereits Flächen erworben. So können die ersten erschlossenen Bauflächen voraussichtlich in zwei Jahren zur Verfügung stehen. Benötigt werden rund 35 Hektar Bauland, Grünzüge, eine Wiesenfläche sowie zwei Regenrückhaltebecken. Dies wäre bereits der dritte Bauabschnitt des Oerather Mühlenfelds. Der erste Bauabschnitt umfasste 30 Hektar, der zweite 13. Beide sind mittlerweile vollständig bebaut, doch die Nachfrage nach Baugrundstücken im Oerather Mühlenfeld ist weiterhin groß.

Der dritte Bauabschnitt, der nun auf den Weg gebracht werden soll, gestaltet sich in zwei Bereichen, wie Wieland erläuterte. Getrennt werden sollen sie durch eine Ackerflur. Zu den Bestandsbauten hin soll ein Gehölzstreifen entlang des derzeitigen Wirtschaftsweges zwischen den Landesstraßen L19 und L227 angelegt werden. Erstrecken wird sich das neue Baugebiet von der L19 zwischen Erkelenz und Gerderath und dem Wirtschaftsweg zwischen Matzerath und dem Oerather Mühlenfeld.

Bei der Planung wird Wert darauf gelegt, dass beide Bereiche eine eigene Mitte erhalten, wo sozialer Wohnungsbau und generationenübergreifendes Wohnen besonders gefördert werden, so Wieland. In diesen Bereichen soll dreigeschossige Bauweise möglich sein, weiter nach außen geht es in ein- und zweigeschossige Bauweise für Doppel- und Reihenhäuser über.

An den Rändern sollen Einfamilienhäuser gebaut werden. So sei eine „Verzahnung“ der Siedlung mit der Umgebung zu erreichen, führte Wieland aus. Nach Matzerath hin soll der neue Ortsteil bewusst abgegrenzt sein, um auch den alten Ort in seiner gewachsenen Form zu erhalten.

Die Erschließung

Für den Verkehr erschlossen werden die beiden neuen Wohnbereiche über die Xantener-, Kevelaer- und Kamp-Lintforter Allee in Richtung Landesstraße 19 und über die Viersener Allee zur Landesstraße 227. Die Straßen waren schon als sogenannte Sammelstraßen angelegt worden und seien für ein entsprechendes Verkehrsaufkommen geeignet, heißt es. Zur L19 hin soll der Lärmschutzwall fortgesetzt werden. Der Wirtschaftsweg von Matzerath zum Oerather Mühlenfeld soll zu einem Geh- und Fahrradweg ausgebaut werden. Auch die Stadt wird aktiv und plant auf rund 4500 Quadratmetern eine zweite Kindertagesstätte.

Wenn die Planung den Rat passiert hat, kann 2018 das Bauleitplanverfahren eingeleitet werden. Mit der Realisierung sei ab 2019 zu rechnen, hieß es von der Verwaltung. Der Aufstellungsbeschluss wurde einstimmig gefasst.

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