Wegberg-Wildenrath - Am Loch 18 haben vor gar nicht langer Zeit Düsenjäger geparkt

Am Loch 18 haben vor gar nicht langer Zeit Düsenjäger geparkt

Von: hewi
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Wer auf dem supergepflegter Grün geht, wähnt sich auf einem Filzteppich: Der Rasen ist der ganze Stolz des Golfclubs Wildenrath. Aber auch die Gastronomie dort kann sich sehen und schmecken lassen. Foto: hewi

Wegberg-Wildenrath. Der Golfclub Wildenrath hat sich in den letzten Jahren zu einer der ersten Adressen im deutschen Golfsport gemausert. Und das auf einem Gelände, auf dem Jahrzehnte lang die Flugzeuge und Abwehrraketen der Royal Air Force standen.

Mit dem Abzug der Briten von dem Gelände begann 1991 die Geschichte des Golfclubs. Denn typisch britisch hatten die Soldaten nicht nur ein militärisches Gelände sondern auch eine Golfanlage mit immerhin neun Löchern betrieben. Und das seit 1953.

Aus dem Soldatengolfplatz mit der behelfsmäßigen Baracke ist längst eine anspruchsvolle Golfanlage mit 18 Löchern geworden, auf denen auch Ausscheidungen für die Deutsche Meisterschaft gespielt werden, wie der Präsident Prof. Dr. Jochen Hilden betont. Die Anlage ist anspruchsvoll und wurde in Eigenleistung von den Mitgliedern des Clubs angelegt.

Federführend war dabei Clubmanager Ulrich Staege, der die verschiedenen Landschaftsformen entworfen hat, durch die sich die Golfer spielen müssen. Wer den Golfclub besucht, bekommt gleich Lust, eine Wanderung durch das Gelände zu beginnen. Denn die sanften Hügel in ihrem satten Grün laden dazu ein, die Seele baumeln zu lassen oder sich an einem der Gewässer niederzulassen.

„Eine Runde auf dem Platz ist wie ein kompletter Urlaubstag“, schwärmt Hans Rudolf Laquer, der gemeinsam mit seiner Frau seit rund sieben Jahren Golf spielt. Was man nicht bemerkt ist, dass die sanften Hügel künstlich angelegt und aus Abraum aufgeschüttet sind. So konnten Bahnen entstehen, die jedem Anspruch an einen Golfer gerecht werden. Am Loch 18 standen früher die Düsenjäger der Airforce geparkt und warteten auf ihren Einsatz.

Bevor man jedoch auf das gepflegte Grün darf, muss man die Trainingsbahn absolvieren oder zumindest ein Handicap von 54 aufweisen. „Früher lag das Handicap bei mindestens 36, doch wir wollen kein elitärer Club sein“, betont Hilden. Ein Prinzip des Clubs ist die Teilhabe der Mitglieder, denn jedes Mitglied erwirbt mit seinem Beitritt einen Anteil am Club. Darüber hinaus wird erwartet, dass man sich für den Erhalt der Anlage einsetzt, zum Beispiel an den sogenannten „Wühlmaustagen“, wenn man statt mit Golfschlägern mit Gartengerät bewaffnet ausrückt. Rund 900 Mitglieder hat der Golfclub, davon über 70 Jugendliche. „Golf ist längst in der Mittelschicht angekommen“, ist sich auch Schatzmeister Frank Spanholtz sicher. Und so sind die Hürden einer Mitgliedschaft so niedrig wie möglich gehalten. Die Mitgliedsbeiträge sind gegenüber vergangenen Zeiten mit rund 1300 Euro im Jahr stabil. Dazu kommt jedoch ein einmaliger Aufnahmebeitrag von 1300 Euro, der aber auch über fünf Jahre gestreckt werden kann

Der Rasen ist der ganze Stolz des Vereins. Er ist ganzjährig bespielbar, was man einer patentierten Erfindung des Vizepräsidenten Lutz Gronau verdankt. Gerade das „Green“, also die Rasenfläche rund um Fahne und Loch, ist anfällig für Krankheiten und bedarf der besonderen Pflege. Wer es betritt, wähnt sich einem Filzteppich.

Zum gemütlichen Clubleben gehört auch eine ansprechende Gastronomie. In Wildenrath ist es das „Neunzehn“, in dem man nach der absolvierten Runde und 18 mehr oder weniger schwierigen Bahnen einkehrt. Zuständig ist Stefan Beeck, der in Wegberg auch ein Bistro betreibt und die Gastronomie Anfang des Jahres übernommen hat.

Nicht ohne Stolz verweist Clubmanager Staege darauf, dass der Wildenrather Golfclub unter den Top Ten der rund 750 deutschen Golfclubs rangiert. Am 21. September lädt der Club zum Familientag ein. Ab elf Uhr kann man testen, ob im Nachwuchs oder gar in einem selbst vielleicht ein kleiner Tiger Woods schlummert.

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