Heinsberg - Am Konzertflügel zeigen die Kleinen ihre wahre Größe

Am Konzertflügel zeigen die Kleinen ihre wahre Größe

Von: anna
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Dmitry Ishkhanov wird am Pre-College Cologne für Hochbegabte ausgebildet. Repro: anna
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Jana Schell, hier bei einem Gesangsvortrag, spielt neben Klavier auch noch Geige. Foto: anna

Heinsberg. Mit Dmitry Ishkhanov und Jana Schell präsentieren sich in einem Konzert der Jugendmusikschule im Rondell im Klevchen am Donnerstag, 12. Mai, zwei außergewöhnliche Klaviertalente. Die beiden gerade einmal 11 und 13 Jahre alten Musiker haben bereits auf großen Bühnen gespielt und Erfolge bei nationalen und internationalen Wettbewerben erringen können.

Jetzt stehen sie vor den nächsten wichtigen Schritten ihrer Karriere. „Es ist heute nicht anders als zu Mozarts Zeiten: Wer eine professionelle Perspektive in der Welt der klassischen Musik haben will, braucht mehr als eine gehörige Portion Talent“, sagt Schulleiter Theo Krings. „Nur wer früh anfängt, hart arbeitet und dabei perfekt betreut wird, hat – vielleicht – eine Chance, sich durchzusetzen.“ Die Besten besäßen schon in jungen Jahren eine spieltechnische und künstlerische Reife, die ihre Zuhörer trotz oder gerade wegen des vermeintlichen Widerspruchs zum Lebensalter in den Bann ziehe.

Ein solches Phänomen ist Dmitry Ishkhanov. Manchmal spielt er noch fast im Stehen, weil er ansonsten die Pedale des großen Konzertflügels nicht erreicht. Geboren in Moskau, zog Ishkhanov bald mit seiner armenischen Familie nach Malta. Seinen ersten Klavierunterricht bekam er via Skype. Inzwischen lebt er mit seiner Familie in Köln, wo er am Pre-College Cologne, einem Programm für hochbegabte Kinder der Hochschule für Musik und Tanz Köln, ausgebildet wird. Dmitry Ishkhanov hört gerne klassische Musik, komponiert bereits, spielt gerne Schach sowie Fußball und spricht Russisch, Englisch und Deutsch.

Seine Auftrittskarriere begann er 2011 mit einem Konzert für das Malta Cultural Institute. Inzwischen ist er mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, spielt bei internationalen Festivals und wurde dreimal ausgewählt, das Festival „New Names“ im armenischen Jerewan zu eröffnen. In der Kölner Philharmonie spielte er 2015 zusammen mit dem WDR Sinfonieorchester im Rahmen der Konzertreihe „Frühlings-Spitzen“. Beim Konzert in Heinsberg präsentiert Dmitry ein anspruchsvolles Programm unter anderem mit Werken von J. S. Bach, Beethoven, Camilleri, Chopin, Grieg, Schumann und Rachmaninow. Das gleiche Programm wird er eine Woche später im Maltesischen Präsidentenpalast spielen, wo das Konzert auch vom Bayrischen Rundfunk mitgeschnitten wird.

Ins Finale geschafft

Jana Schell aus Erkelenz-Hetzerath bereitet sich mit dem Konzert in Heinsberg ebenfalls auf eine wichtige Station ihrer künstlerischen Karriere vor. Nach ihren jüngsten Erfolgen beim niederländischen „Prinses Christina Concours“ hat die von Dorthee Broichhausen an der Jugendmusikschule betreute junge Pianistin es auch beim Wettbewerb „Bühne frei“ der Niederrheinischen Sinfoniker ins Finale geschafft. Dort spielt sie jetzt um die Chance, ein Solokonzert mit den Sinfonikern spielen zu können. Auf ihrem Programm steht deshalb der erste Satz von Mozarts großem d-moll Klavierkonzert. Am zweiten Flügel begleitet wird sie dabei von ihrem Vater Andreas Schell.

Das Konzert beginnt um 19 Uhr. Der Zugang zum Rondell befindet sich in der Rheinertstraße. Der Eintritt ist frei.

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