Erkelenz - Altes Rathaus bald wieder mit Durchblick

Altes Rathaus bald wieder mit Durchblick

Von: kl
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So soll sich bald das Alte Rathaus präsentieren: Die bislang verschlossenen Arkaden werden geöffnet und erlauben einen Durchblick. Repro: Lehmkuhl

Erkelenz. Das Alte Rathaus im Herzen der Stadt Erkelenz soll noch mehr von seinem ursprünglichen Glanz erhalten. Dazu trägt nicht nur eine Beleuchtung bei, sondern auch eine erhebliche bauliche Veränderung. Mit großer Mehrheit stimmte der Bauaausschuss einem entsprechenden Vorschlag des Technischen Beigeordneten Ansgar Lurweg zu.

Er hatte nicht nur einen Sanierung des Gebäudes und des Daches empfohlen, sondern zugleich auch eine Öffnung der bisher geschlossenen Arkaden im Erdgeschoss. Rund 264.000 Euro werden die Maßnahmen kosten, rund 61.000 Euro gibt es davon als Fördermittel im Rahmen der Denkmalpflege.

Nicht nur Lurweg verweist auf die historische Bedeutung des Gebäudes aus dem 16. Jahrhundert, er findet eine Unterstützerin bei seinem Vorhaben, das Erdgeschoss „luftig“ zu gestalten. „Zu den charakteristischen Merkmalen und Besonderheit zählt die offenen Bogenhalle, die zugleich als Markthalle und Gerichtsort diente“, zitiert er Octavia Zanger vom Amt für Denkmalpflege im Rheinland. Sie erklärt: „Aus denkmalpflegerischer Sicht empfehle ich das Festhalten an der offenen Halle, die im Rheinland Seltenheit genießt.“ Daraufhin entschied die Kommunalpolitiker: Die zwei mittleren, durch Einbauten geschlossenen Arkaden des Alten Rathauses sollen wieder geöffnet werden.“

Der Haken an der Sache: In den Einbauten befindet sich eine Trafostation der NEW. Aber auch dafür hat Lurweg eine Lösung gefunden. Es ist ihm gelungen, das Energierunternehmen dazu zu bewegen, die Trafostation auf eigene Kosten zu versetzten.

Nachdem die Mauern entfernt sind, soll eine Verglasung den Blick aus der bisher geschlossenen Treppenvorhalle in die Bogenhalle ermöglichen.

Zum Rundum-Paket gehört auch eine Fassadensanierung. Vornehmlich im Sockelbereich sind Schäden aufgetreten, die unbedingt behoben werden müssen. Der Schwerpunkt der Sanierung wird allerdings beim Schieferdach liegen. Es handelt sich dabei um die noch vorhandene Nachkriegseindeckung.

„Insofern gibt es eine schöne Parellele zum Laubertusturm“, meinte Lurweg. Vor rund 60 Jahren wurden zeitgleich Kirchtum und Altes Rathaus neu eingedeckt. In diesem Monaten werden beide markanten Gebäude eine neue Haube erhalten.

Damit der neue Glanz auch in den Abendstunden zur Geltung kommt, werden demnächst die Fassade angestrahlt und bekommen die Bögen Lichtpunkte, die im Boden eingelassen sind.

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