Altenpflegeschule sorgt für Parkchaos an Marienstraße

Von: hewi
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Verkehrschaos Altenheim
Auf der Marienstraße wird es oft eng. Grund ist die Altenpflegeschule im Gewerbepark Marienhof. Es fehlt dort an Parkplätzen. Foto: hewi

Hückelhoven-Hilfarth. Auf der Marienstraße wird es tagsüber oft eng. Anwohner klagen über zugeparkte Garageneinfahrten und zu schmale Fahrgassen, die schon den Müllwagen gezwungen hätten, seine Route zu ändern, weil er nicht um die Kurve kam. Grund für das vermehrte Autoaufkommen am Fahrbahnrand ist nach Ansicht der Anwohner die Altenpflegeschule des gewerkschaftseigenen Fortbildungsinstitutes Max Q.

Die ist im Gewerbepark Marienhof angesiedelt und bietet bis zu 300 Erwachsenen pro Jahr die Ausbildung zum examinierten Altenpfleger oder Altenpflegehelfer an. Das Problem liegt darin, dass auf dem Parkplatz des Gewerbeparks kein ausreichender Platz für die Fahrzeuge der Schüler vorhanden ist.

Auf Nachfrage bestätigte Schulleiter Heinrich Heußen, dass dem Fachseminar lediglich eine begrenzte Anzahl an Stellplätzen zur Verfügung stehe. „Auch wir sind nicht glücklich mit der Situation“, betonte er. Den Ärger der Anwohner könne er durchaus nachvollziehen. Die Probleme, die seine Schüler auf der Straße verursachen, seien ihm bewusst. Daher habe er die dualen Ausbildungspläne der bis zu sechs parallel laufenden Klassen so gelegt, dass zumeist nicht alle Schüler zur selben Zeit vor Ort sind. Trotzdem suche man auch weiterhin das Gespräch mit dem Vermieter, der IPOV Vermietungsgesellschaft, um eine Lösung zu finden.

Der Gewerbepark wurde 1954 als Produktions- und Lagerstätte der Firma Houben Polstermöbel errichtet. Mehrfach wurde der Standort saniert und ausgebaut. Die Mietfläche beträgt über 22.000 Quadratmeter. Wenn man sich auf der Marienstraße umhört, erfährt man, dass sich die Anwohner im Laufe der Jahre auch an Lkw und Ladeverkehr gewöhnt haben. Die Belastung durch parkende Autos habe aber mit er Eröffnung des Fachseminars zugenommen. Das Ordnungsamt sei schon mehrmals vor Ort gewesen, habe aber bislang nicht reagiert.

Urlaubsbedingt hat sich die Lage derzeit entspannt. Mit dem Beginn des neuen Schuljahres werden aber wieder neue Schüler mit ihren Autos kommen und die während der Unterrichtszeit irgendwo abstellen. Und dieses „irgendwo“ wird dann auch schon mal notfalls eine Garagenausfahrt sein.

„Ich unterstelle den Leuten ja nicht, dass sie es absichtlich machen“, betonte ein Anwohner. Ärgerlich sei es aber schon. Und der Griff zum Telefon daher unvermeidlich. „Aber das Ordnungsamt schreitet nur ein, wenn Sie nicht rauskommen“, ergänzte er. „Wenn Sie nicht reinkommen mit Ihrem Auto, können Sie sich ja erst einmal draußen einen Parkplatz suchen.“ So sei es ihm seitens der Stadt erklärt worden.

Heinrich Heußen geht regelmäßig in die Klassen, um die Schüler über das Problem zu informieren und ihre Mitarbeit einzufordern. „Mit Fahrgemeinschaften wäre uns ebenso geholfen wie mit dem Fahrrad oder dem Bus“, ist er sich sicher. Mittelfristig werde jedoch eine Lösung angestrebt, die allen Beteiligten gerecht wird und vor allem die Parksituation auf der Marienstraße entschärft.

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