Almenrausch begeistert mit Komödie „So domm und Gomorrah“

Von: agsb
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Da hat Brunhilde (Berti Hohnen, Mitte) ein Gespräch falsch gedeutet und bringt Würze in die ohnehin schon turbulente Komödie mit dem vielsagenden Titel „So domm und Gomorrah“. Foto: agsb

Wassenberg-Effeld. Lachende, kichernde, glucksende Zuschauer und spontaner Szenenapplaus – den Darstellern der Theatergruppe Almenrausch war bereits nach der ersten Aufführung der Komödie „So domm und Gomorrah“ klar, dass sie das richtige Stück für das Effelder Publikum ausgewählt haben.

An drei Tagen stand die Theatergruppe Almenrausch in der Bürgerhalle auf der Bühne, an drei Tagen waren fast alle Stühle besetzt und an drei Tagen war das Publikum begeistert. „Wir merken das auf der Bühne, wenn der Vorhang aufgeht – und natürlich, wenn Szenenapplaus kommt“, sagt Regisseur Heiko Holland-Moritz.

Lokalpatriotismus

Ein Garant für ein jubelndes Publikum ist auch immer der Hauch von Lokalpatriotismus, den das Theaterteam immer wieder in seine Stücke einbaut. So wurde zum Beispiel ein Bewerbungsbrief zwecks Heirat vorgelesen und an sich für gut befunden, weil der Brief jedoch aus Ophoven kam, flog er mit viel Gestik und Mimik gleich in den Papierkorb.

„Zum Glück spielen wir an drei Tagen, bei zwei Aufführungen wäre der Saal aus allen Nähten geplatzt. Es ist zwar schön vor einem ausverkauftem Haus zu spielen, jedoch wenn der Saal zu voll ist, wird irgendwie die Stimmung gehemmt“, lachte Heiko Holland-Moritz. „Es macht wesentlich mehr Spaß, wenn das Publikum mitgeht. Dann können wir in den Pausen kurz sprechen, legen dann spontan ohne Drehbuch nach und gehen auf das jeweilige Publikum ein“, erklärt der Regisseur. So gab es im Stück einige Szenen, die speziell für die Effelder Zuschauer verfeinert wurden, da zeigten alle Laienschauspieler ihr Können.

Das turbulente Lustspiel spielte in der Dorfkneipe „Zur Linde“ in Bad Effeld. Dort schmieden Wirt Bernhard Overberg (gespielt von Toni Eyßen) und Enkel Philipp (Stefan Laprell) einen Plan, um Bernhards Tochter Lena (Gaby Forger-Pommerening) endlich zu verkuppeln. Diese hält jedoch an der fixen Idee fest, dass Kriminalpolizist Werner (Frank Virnich) für sie auserkoren ist.

Um das zu bestätigen, beschwört sie sogar Geister in einer spiritistischen Sitzung. Als jedoch ein Brathähnchen und ein Kürbis durch die Gaststätte fliegen, laufen Lenas Schwester Lisa (Brigitte Nußbaum) und Freundin Johanna (Verena Schröders) als Teilnehmer der schwarzen Sitzung kreischend aus dem Raum. Natürlich steckten hinter dem Spuk keine Geister, sondern Bernhards Enkel Philipp und Sina (Paula Schröders) sowie Johannas Tochter Carina (Katja Schöler).

Der Schwiegersohn des Gastwirtes Gilberd (Heiko Holland-Moritz) ist Koch aus Leidenschaft und träumt von einer Stelle als Chefkoch im Ritz in Paris und bringt Würze in die Geschichte. Noch schärfer wird es, als Bernhards Schwester Brunhilde (Berti Hohnen) auftaucht und ein Gespräch falsch deutet. Sie ist der Meinung, ihr Bruder habe sexuell die Seiten gewechselt, auch die Klatschreporterin Theresa (Ute Staas) wirbelt einiges durcheinander. So nimmt die Geschichte Fahrt auf, auch als Heiratsschwindler Theodor (André Krause) auftaucht und das große Geld in Bad Effeld wittert.

Starkes Team im Hintergrund

Der ganze Spaß auf der Bühne wäre ohne die fleißigen Hände hinter der Bühne nicht möglich. Im Einsatz waren dort Kornelia Thissen und Mandy Görtz als Souffleusen, Heike Krause in der Maske, Hans Hohnen mit Theo Lehnen und Willy Ritterbecks als Bühnenbauer, Jürgen Sonntag war verantwortlich für Ton und Technik.

Wie in den vergangenen Jahren spenden die Akteure einen Großteil ihrer Einnahmen für das Kinderhospiz Balthasar in Olpe.

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