Hückelhoven - Alkohol-Testkäufe: Viele Verstöße gegen das Jugendschutzgesetz

Alkohol-Testkäufe: Viele Verstöße gegen das Jugendschutzgesetz

Von: hewi
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Hückelhoven. Die Abgabe von Alkohol und Tabak an Jugendliche ist streng reglementiert. Dürfen 16-Jährige zwar Wein und Bier oder auf diesen Alkoholsorten basierende Mixgetränke kaufen, ist der Erwerb von Spirituosen, auf solchen basierenden Mixgetränken und Tabak für Jugendliche unter 18 Jahren verboten.

Ein Verbot, das nicht immer eingehalten wird, wie Peter Wiese vom Jugendamt auf der letzten Sitzung des Jugendhilfeausschusses zu berichten wusste. Deshalb schickt die Stadt regelmäßig jugendliche Testkäufer auf die Piste, um zu testen, ob in den Verkaufsstellen für Alkohol und Tabak gemäß den Jugendschutzbestimmungen gehandelt wird. Begleitet werden sie von Vertretern des Ordnungsamtes und des Kommissariats Vorbeugung der Kreispolizei.

Im Juli und November letzten Jahres gingen die jugendlichen Testkäufer auf Tour durch die Hückelhovener Geschäfte, um sich mit Tabak und Alkohol einzudecken. Die Ergebnisse waren nicht erfreulich, wie Wiese betonte. Kam es beim ersten Testkauftermin zu rund 60 Prozent Verstößen, waren es beim zweiten im November sogar 75 Prozent. Von drei Supermärkten gaben zwei die gewünschten Waren an die Jugendlichen ab, von fünf Tankstellen ebenfalls zwei, von vier Kiosken drei. Bei den drei Testkäufen in Getränkemärkten tappten zwei in die Testfalle, ein weiterer verweigerte die Abgabe nur, weil das Personal zuvor telefonisch gewarnt worden war.

Die Verkäufer wurden vor Ort über ihr Fehlverhalten belehrt. Dabei hänge es von der persönlichen Einstellung des Verkaufspersonals ab, ob im Zweifelsfall der Personalausweis vorgezweigt werden müsse, betonte Wiese. Darüber hinaus hätten die Verkäufer auch angegeben, die genauen Bestimmungen nicht zu kennen oder sich nicht getraut zu haben, nach dem Ausweis zu fragen.

Neben Hückelhoven wurden auch Erkelenz und Wegberg ins Visier der Ordnungshüter genommen. In allen drei Städten kam es an 20 von 36 getesteten Verkaufsstellen zu Verstößen an Kiosken und Tankstellen sowie in Supermärkten und Getränkemärkten.

Wer jetzt denkt, es reiche, sich die Gesichter der jungen Testkäufer zu merken, der irrt. Denn so betonte Wiese, schon jetzt werden neue Testkäufer gesucht, da die bisherigen aus dem schützenswerten Jugendalter herauswachsen. Also sollte die Händler und Verkäufer weiterhin auf der Hut sein. Denn Verstöße gegen das Jugendschutzgesetz können teuer werden. Für das Geschäft sind 250 und den jeweiligen Verkäufer 50 Euro fällig. Bei Wiederholungshandlungen wird es dann noch erheblich teurer.

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