Aktionswoche „Zu Fuß zur Schule“: Auto-Chaos vermeiden

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Deutlicher Appell: Während einer Aktionswoche wurde an der Johann-Holzapfel-Schule die Sicherheit des Schulwegs thematisiert.

Hückelhoven-Doveren. Sicherheit im Straßenverkehr wird auch in Doveren an der Johann-Holzapfel-Schule groß geschrieben. So steht das Verhalten am und im Schulbus genauso im Stundenplan wie das Radfahrtraining und die Mobilitätserziehung.

In diesem Jahr wurde in Zusammenarbeit mit der Schulpflegschaft und der örtlichen Polizei zusätzlich eine Aktionswoche „Zu Fuß zur Schule“ durchgeführt. Ziel war es, das morgendliche Auto-Chaos vor der Schule zu vermeiden.

Durch die zunehmende Zahl der „Eltern-Taxis“ entstand in den vergangenen Jahren eine immer größere Gefährdung der Kinder, die zu Fuß zur Schule kommen. Das sollte sich durch die Aktionswoche ändern.

Jeden Morgen wurden Autofahrer, die vor der Schule parken wollten, von den Schülern der Johann-Holzapfel-Schule angesprochen. Mit der Aufforderung: „Bitte parken Sie nicht vor der Schule, das ist für uns Kinder gefährlich!“, wurden die Autofahrer gebeten, einige hundert Meter von der Schule entfernt zu parken und ihre Kinder von dort aus zu Fuß zur Schule gehen zu lassen. Dabei standen auch Mitglieder der Schulpflegschaft und Peter Hissel als Verkehrssicherheitsberater der Polizei morgens vor der Schule, um das Anliegen der Schüler zu unterstützen. Auch Frank Heinen, der Leiter des Schulverwaltungsamts, zeigte sich begeistert vom Engagement der Kinder und Eltern. Die Autofahrer waren in der Regel verständnisvoll und das Auto-Chaos vor der Schule wurde täglich kleiner. Markus Netten von der Schulpflegschaft freute sich besonders über die große Unterstützung aus der Elternschaft: „Nur wenn wir es schaffen, so viele Eltern zu beteiligen, können wir Schulwege sicherer machen.“

Damit diese Aktionswoche „Zu Fuß zur Schule“ auch nachhaltig Wirkung zeigt, wurden den Eltern der Johann-Holzapfel-Schule die Vorteile des Zufußgehens aufgezeigt. So erlangen Kinder, die ihren Schulweg selbstständig zurücklegen, eine größere Sicherheit im Straßenverkehr, sie lernen sich besser zu orientieren und knüpfen nebenher noch soziale Kontakte mit anderen Schulkindern. Verkehrsexperte Hissel: „Der Bring- und Holverkehr wird von vielen Eltern als sicherer eingeschätzt. Dabei verunglücken die meisten Kinder als Mitfahrer im Pkw.“

Auch im Unterricht wurde das Mobilitätsverhalten zusammen mit den Klassenlehrerinnen thematisiert und kritisch beleuchtet. Die Schüler setzten sich mit den Vor- und Nachteilen der verschiedenen Fortbewegungsmöglichkeiten auseinander. Durch die Aktionswoche, an deren Ende jedes Kind mit einem kleinen Preis und einer Urkunde belohnt wurde, wurden Spaß und Begeisterung am zu Fuß gehen vermittelt, was letztlich auch durch weniger motorisierten Verkehr zu einer Entlastung der Umwelt führt.

Für Schulleiterin Heike Ladleif war diese Aktionswoche ein voller Erfolg. Sie freute sich besonders über die große Akzeptanz in der Elternschaft der Johann-Holzapfel-Schule. Ein weiterer Aspekt: Wer den Schulweg zu Fuß zurücklegt, vermeidet Schadstoffe und Treibhausgase und startet fit und wach in den Tag. Und nebenbei ist die Aktion eine gute Gelegenheit, das morgendliche Verkehrschaos vor der Schule zu entspannen.

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