Aktionstag: Spannendes Rätsel führt zum Drachenzahn

Von: Johannes Bindels
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Sie hatten einen schönen Tag: Die Mitglieder der Malteserjugend Wassenberg mit ihren Betreuern beim Aktionstag. Foto: Johannes Bindels
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Bei so vielen Aktionen muss auch mal eine Pause sein: Ruhe fanden die Teilnehmerinnen unter der Malteserflagge.

Wassenberg. Von gemeinsamen Spielen über Stadtgeschichte und eine geistvolle, detektivische Rätseljagd zum „verschollenen Relikt von Wassenberg“ bis zur gelebten Gemeinschaft bot der Aktionstag der Malteserjugend in Wassenberg den Kindern und Jugendlichen einen ereignisreichen Tag.

Das Leitungsteam um Jasmin und Heiko Dahm sowie Propst Thomas Wieners mit seinem religiösen Impuls und Gespräch zum Thema Schutzengel sorgte für interessante inhaltliche Angebote und einen reibungslosen Ablauf.

Mit einem Stuhlkreis und gemeinsamem Singen begann im Pfarrheim St. Georg ein spannender Tag für Kinder und Jugendliche bis zum Alter von 16 Jahren. Begleitet wurden die 25 Teilnehmer von den Gitarre spielenden Betreuungsmitgliedern Michael Zilgens, Christian Hamanns und Jasmin Dahm. Heiko Dahm, Anna Polic und Stefan Scheufen, der Mitglied des Diözesian-Jugendvorstands ist, komplettierten das Team.

Zuvor sprach Jasmin Dahm im Gebet die Fürbitte, dass niemand verletzt werde und Gott alle behüten solle. Die Malteserjugend sei dem katholischen Glauben zugewandt und wolle die religiöse Überzeugung auch leben, betonte Dahm. So lautet denn auch der Leitspruch der Malteser „Bezeugung des Glaubens und Hilfe den Bedürftigen“. Die Zugehörigkeit zu den Maltesern wird mit Shirt, Halstuch und Knoten auch äußerlich zum Ausdruck gebracht.

Methodisch abwechslungsreiche und inhaltlich das Denken fordernde Spiele wechselten sich mit Ruhephasen ab. Die geschickt aufeinander aufbauenden Programmpunkte ließen sowohl Raum und Zeit für Gespräche und Ballspiele.

Mit einer Stadtführung von Sepp Becker zu historisch prägnanten Punkten in der Stadt erfolgte zugleich eine Vorbereitung auf einen der Höhepunkte am Aktionstag. Den hatte die befreundete Gruppe um die Spieleentwickler Celine Pradella und Heico Purwin und ihre Unterstützer Denise und Daniel Pradella vorbereitet. Ausgangspunkt war ein fiktiver Brief der Universität Limburg, in dem Professoren der Geschichte die Malteserjugend um Mitwirkung baten. Walram IV., Graf von Limburg und aus dem Geschlecht der Herren von Wassenberg, nahm an der Kaiserschlacht im Jahre 1206 teil. Vor der Schlacht hatte er einen Schatz sowie ein seltenes Relikt versteckt. Diese waren seitdem in Vergessenheit geraten. Die Malteserjugend sollte die Suche danach unterstützen.

In drei Gruppen aufgeteilt, waren altersgerechte Rätsel zu lösen. Jedes Rätsel ergab einen neuen Hinweis auf weitere. So gab es in Flaschen versteckte und codierte Texte, an der alten Stadtmauer platzierte Hinweise, vergrabene Teillösungen oder in der Kirche vorhandene Tafeln, die ebenfalls Teil der Gesamtlösung waren. Symbole und Kürzel, die Bezug zur Bibel und Apostelgeschichte von Lukas, Johannes und Markus nahmen, waren zu entschlüsseln. Teamgeist und gemeinsames Überlegen waren gefordert. Wer alle Rätsel löste, fand das Relikt: Drachenzähne. Denn der Namenspatron der Kirche St. Georg, der gegen Drachen kämpfte, war derjenige, der die Zähne erbeutet hatte, die Walram dann vergrub.

Der Tag endete mit einem Lagerfeuer und einer Besinnlichkeit, die sich einstellt, wenn alle das Gefühl entwickeln: Der Tag hat sich gelohnt.

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