Wegberg - Aktion „Stadt Land Spielt!“ im Jugendzentrum St. Martin in Wegberg

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Aktion „Stadt Land Spielt!“ im Jugendzentrum St. Martin in Wegberg

Von: Monika Baltes
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Spaß, Konzentration, Kurzweil: Bei „Stadt Land Spielt!“ im Jugendzentrum St. Martin war auch das Spiel „Hellas und Elysium“ gefragt. Foto: Baltes

Wegberg. Es läuft gut für Klaus Wolter, und es sieht ganz so aus, als würde er Europas größter Edelsteinhändler werden. Er hat Minen erworben, Transportwege etabliert und Schmuckboutiquen eröffnet. Aber auf dem Erfolg wird er sich nicht ausruhen. Er wird die Pokerchips und Karten sorgfältig in den Karton des Spiels „Splendor“ räumen und sich neuen Herausforderungen stellen.

Vielleicht auf die „andere Seite des Mars“ reisen, denn am Nebentisch wird gerade „Hellas und Elysium“ gespielt.

Als einer von 117 Standorten in Deutschland öffnete der Spieletreff Mönchengladbach im Jugendzentrum St. Martin in Wegberg die Pforten für alle Spielebegeisterten im Rahmen des Projektes „Stadt Land Spielt!“ Seit 2013 steht das Event als Symbol für den Kulturwert des Spiels und verbindet Menschen unabhängig von Herkunft, Generation und Geschlecht miteinander – spielend.

In Wegberg konnten 280 Spiele aus dem Bestand des Jugendzentrums gespielt werden, dazu kamen noch einige „Lieblingsspiele“, die die Spieler aus ihrem persönlichen Bestand mitgebracht hatten. Und damit die, die mal „reinschnuppern“ wollten, auch gleich loslegen konnten, standen zehn Spielerklärer zur Verfügung.

An jedem ersten Sonntag

Der Spieletreff, der sich regelmäßig jeden ersten Sonntag im Monat von 11 bis 17 Uhr zum „Spielebrunch“ im Jugendzentrum St. Martin Wegberg trifft, beteiligte sich zum ersten Mal am Projekt „Stadt Land Spielt!“. „Wir wollen unsere Leidenschaft einem größeren Publikum vorstellen“, erklärt Klaus Wolter. Spielende Erwachsene seien keine Randerscheinung, wie ein Blick ins Internet beweise. In Foren werden Spiele bewertet und diskutiert, hier werden Tipps und Tricks verraten. Einschlägige Plattformen seien voll von Videos mit Spielerklärungen.

Seine drei „Splendor-Mitspieler“ nicken zustimmend. Spiele ausprobieren, Herausforderungen annehmen und nette Leute kennenlernen nennen sie als Gründe für die regelmäßigen Treffen. „Nirgendwo lernt man Menschen besser kennen als im gemeinsamen Spiel“, meint Dagmar, die über eine Freundin zu dem Kreis gestoßen ist. Isabella ist im Internet auf die Suche nach Spielpartnern gegangen, weil in der Familie niemand ihre Leidenschaft teilte. Sie spielen mit Herz, aber natürlich will auch jeder gewinnen. „Lustlose Spieler sind der Horror!“ Wird auch geschummelt? „Nur in Spielen, wo das nötig ist“, versichert Klaus, denn es gebe durchaus Spiele, in denen das Schummeln zur Taktik erhoben wird. 30 Mitglieder hat der Spielekreis, und „irgendwo zwischen 40 und 50“ sei das Durchschnittsalter der Mitspieler, schätzt Torsten.

So spielen sie hier, was ihnen unter die Finger kommt, auf Abwechslung legen sie viel Wert. Das Wichtigste sei der Spaß an der Sache. „Spielen ist herrlich – wenn man Spaß dran hat“, sagt Dagmar. Wer Spaß am Spielen hat, ist jederzeit herzlich willkommen beim Spielebrunch in Wegberg.

Denn Spieler wie Klaus, Dagmar, Isabella und Torsten meinen es ernst, wenn sie sagen: „Komm, spiel mit!“

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