Achtklässler verstehen sich prima mit Gästen aus Polen und der Ukraine

Von: dawin
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Schüler der Klasse 8b der Sekundarschule Haaren berichteten bei der Feier in der Aula über die gemeinsamen Erlebnisse mit ihren polnischen und ukrainischen Freunden. Foto: dawin

Waldfeucht-Haaren. Freundschaften sind lebenswichtig. Und sie können grenzenlos sein. Ein lebendiges Beispiel hierfür lieferte in den vergangenen Tagen die Sekundarschule Haaren. Die Klasse 8b nahm gemeinsam mit Gymnasiasten aus Prudnik in Polen und aus Nadwirna in der Ukraine an dem Projekt „Kinder ohne Grenzen“ teil, das in einer trilateralen Begegnungswoche mündete.

Zum gegenseitigen Kennenlernen verbrachten die Jugendlichen in Begleitung ihrer Lehrer die gemeinsame Zeit in der Brüggener Jugendherberge. Zum umfangreichen Rahmenprogramm gehörte auch der Empfang in der Haarener Sekundarschule, die eine Feier mit Vorträgen, Liedern und Leinwand-Bildern in der Aula vorbereitet hatte.

„Mitwelt Nachbarn“

Das Projekt „Kinder ohne Grenzen“ wurde Anfang des neuen Jahrtausends von Prof. Dr. Hansjosef Buchkremer und dessen Frau ins Leben gerufen. Der Kölner Verein Pädagogik für Erleben, Initiative und Lernen „Pfeil“ – bestehend aus Pädagogen und Studenten um Prof. Buchkremer – hat das Projekt konzipiert.

Bei der Feier in Haaren waren somit auch der Professor und Dr. Michaela Emmerich von der Initiative „Pfeil“ anwesend. „Auf unserem Logo mit den Kindern auf der Weltkugel ist der Slogan ,Mitwelt Nachbarn‘ zu lesen“, sagte Michaela Emmerich, um die Intention des Projektes zu beleuchten: „Wir möchten Kinder aus verschiedenen Ländern miteinander in Kontakt bringen. Wir möchten, dass Kinder durch gegenseitige Besuche die Gemeinsamkeiten von Lebensweisen, Familienstrukturen, Hoffnungen und Wünschen erkennen. Wir möchten Kinder und Jugendliche zu Nachbarn in einer gemeinsamen Welt machen.“

Emmerich zeigte sich optimistisch, dass Schüler, die Freunde in Russland, in der Ukraine, in Polen, Belgien, Griechenland und in der Türkei haben, auch die Bereitschaft aufbringen würden, Flüchtlinge aus Syrien, Afghanistan oder Nigeria zu unterstützen. Sie würden sich auch als Erwachsene für Völkerverständigung und Frieden einsetzen und sich nicht für Kriege gegen Freunde einspannen lassen.

Aktuell läuft das Projekt „Kinder ohne Grenzen“ zum siebten Mal. Die 8b ist die dritte Klasse der Sekundarschule Haaren, die teilnimmt. Bereits im vergangenen Jahr haben sich die Schüler aus Haaren, Prudnik und Nadwirna im polnischen Krzyzowa/Kreisau getroffen.

„Das 25-jährige Jubiläum der Stiftung der Kreissparkasse Heinsberg hat uns veranlasst, während der Festwoche hier eine weitere Begegnung dieser Schüler durchzuführen“, erklärte Dr. Emmerich und bedankte sich bei der Stiftung, die in Haaren durch Dr. Richard Nouvertné vertreten war.

Kanu-Fahrt auf der Niers

Das einwöchige Kennenlern-Programm gestaltete sich vielseitig: Die Schüler lebten eine Woche in der Brüggener Jugendherberge zusammen, spielten und erkundeten die Umgebung zusammen. Besondere Gemeinschaftserlebnisse waren dabei die Kanu-Fahrt auf der Niers, der Besuch einer Messe im Kölner Dom, bei der die Gruppe von Domkapitular Weitz begrüßt und gesegnet wurde.

Festzuhalten bleibt: Trotz der Sprachbarrieren klappte die Verständigung problemlos. Freundschaften können offensichtlich auch ohne viele Worte geschlossen werden.

Und als sich dann die Reisebusse in Richtung Polen und Ukraine in Bewegung setzen, gab es schon das ein oder andere Tränchen.

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