Acht-Tonnen-Kessel soll Versorgung sichern

Von: Helmut Wichlatz
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Präzisionsarbeit: Der neue Acht-Tonnen-Kessel wird in die Heizzentrale in Kleingladbach bugsiert. Foto: Helmut Wichlatz

Hückelhoven-Kleingladbach. Die Fernwärme der WEP bekommt „Nachwuchs“. Um die sichere Wärmeversorgung in allen angeschlossenen Haushalten in Kleingladbach auch bei Minustemperaturen zu garantieren, hat das Unternehmen ein neues Heizwerk am Standort Am Siel errichtet. Geplant wurde es von der Architektur Galerie Greven.

Herzstück der rund 170 Quadratmeter großen neuen Heizzentrale ist ein Kessel, der rund 8900 Liter Wasser als Trägermedium für die Fernwärme fassen kann. Der rund acht Tonnen schwere Kessel dient ausschließlich der Erzeugung von und Versorgung mit Fernwärme bei Spitzenlasten im Fernwärmenetz und zur Vorhaltung von Reserveleistungen, wie Hannes Berger, der zuständige Bauleiter der WEP, betonte. Zum Einsatz kommt die Anlage auch, wenn andere angeschlossene Wärmeerzeugeranlagen ausfallen sollten.

Zehn Prozent der Haushalte

Der überwiegende Anteil der ins örtliche Netz eingespeisten Wärme wird in den beiden Heizkraftwerken an der Sophiastraße erzeugt. Nötig wurde die Maßnahme aufgrund des stetigen Ausbaus des Fernwärmenetzes in Hückelhoven, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Rund zehn Prozent der Kleingladbacher Haushalte hängen am Fernwärmenetz der WEP, Tendenz steigend. Die Anlage wäre in der Lage, rund 300 Haushalte eigenständig mit Fernwärme zu versorgen.

Nach der Anlieferung und Positionierung des Kessels vor dem Halleneingang mittels eines Krans waren Augenmaß und Fingerspitzengefühl gleichermaßen nötig, um den riesigen Kessel an seinen Standort zu bugsieren.

Nachdem der Warmwasserkessel an Ort und Stelle platziert war, begannen die Feinarbeiten, um ihn ans Netz zu bekommen. Der Kessel wird mit einem Heizöl-Gebläsebrenner versehen, der den Einsatz von besonders leichtem Heizöl erlaubt. Im Wasserkessel wird so eine Vorlauftemperatur von 95 Grad erzeugt. Den Betrieb kann die Anlage voraussichtlich zum Jahresbeginn 2017 aufnehmen.

Erzeugt werden kann eine Wärmeleistung von 4,5 Megawatt. Diese kommen jedoch nur zum Einsatz, wenn die Wärmeleistung der Biomassekraftwerke an der Sophiastraße nicht ausreichen sollte. „So kann jeder WEP-Kunde auf eine reibungslose und sichere Versorgung mit Fernwärme vertrauen“, betonte Berger.

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