Heinsberg - Abzeichen soll Spaß an Bewegung wecken

Abzeichen soll Spaß an Bewegung wecken

Von: Anna Petra Thomas
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Bewegung macht Spaß, das sieht man den Kindern im Kindergarten Buschheide an. Dafür braucht es nicht viele Hilfsmittel. Auch mit einfachen Gegenständen und Spielen lassen sich die Kleinen begeistern. Foto: Anna Petra Thomas
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Auch die Organisatoren des Kinderbewegungsabzeichens in Heinsberg sind Feuer und Flamme. Deshalb will der Stadtsportverband sein Konzept auf weitere Kitas ausweiten. Foto: Anna Petra Thomas

Heinsberg. Sport kommt im Alltag vieler Kinder zu kurz. Der Stadtsportverband, Kitas und Vereine wollen das ändern und schon Dreijährige an Bewegung heranführen. Die Motivation für die Kleinen soll dabei das Kinderbewegungsabzeichen „Kibaz“ sein.

In einer Kooperation des Stadtsportverbands mit den vier Kindergärten der Heinsberger Innenstadt und drei Sportvereinen wird es am Samstag, 28. Februar, ab zehn Uhr in der Sporthalle an der Realschule im Klevchen für die Stadt Heinsberg seine Premiere feiern.

Das Kinderbewegungsabzeichen NRW, kurz „Kibaz“, sei ein neues Angebot zur Förderung zeitgemäßer Kinder- und Jugendarbeit, erklärt Willi Engels, Vorsitzender des Stadtsportverbands. Herausgeber des Abzeichens ist die Sportjugend im Landessportbund Nordrhein-Westfalen.

„Kibaz ermöglicht Kindern, vielfältige Handlungskompetenzen zu erwerben, ihre Vorlieben, Stärken und Talente zu entdecken, ihre Persönlichkeit zu entfalten, vielfältige sportliche Bewegungsabläufe zu erleben und ihre individuelle Leistung zu zeigen“, sagt Engels.

Der Erhalt einer Urkunde und eines kleinen Geschenks werde deshalb bei diesem Abzeichen auch nicht abhängig sein von einer gemessenen Weite oder einer erreichten Punktzahl, sondern allein von der Teilnahme und von der individuell erbrachten Leistung, erklärt der Vorsitzende den Unterschied zu bisher bekannten Sportabzeichen.

Um das Abzeichen zu erwerben, müssten die Kinder ohne Zeitbegrenzung einen Parcours mit zehn Bewegungsstationen durchlaufen und dabei Aufgaben meistern, die auf fünf Hauptbereiche der kindlichen Entwicklung abgestimmt sind: auf die Entwicklung von Motorik und Wahrnehmung, auf die soziale und die psychoemotionale sowie auf die kognitive Entwicklung. Für jeden dieser Bereiche stehen den Übungsleitern im Vorfeld vier Aufgaben zur Wahl, aus denen sie je zwei auswählen müssen.

Dabei gebe es für die Drei- und Vierjährigen andere Aufgaben als für die Fünf- und Sechsjährigen. „Entwicklungs- und Könnensunterschiede sind in der gesamten Alterspanne meist sehr groß“, sagt Engels. Daher werde bei der Aufgabenstellung darauf geachtet, dass sie von allen Kindern ihrem Alter entsprechend erfolgreich gelöst werden kann. „Was natürlich nicht zuletzt den Anreiz haben soll, dass die sportliche Begeisterung die Kinder vielleicht dann auch in einen Sportverein führt“, sagt Engels.

Wie sich nun bei einem Vorbereitungsabend im Kindergarten Buschheide herausstellte, werden schon an der Premiere am 28. Februar bis zu 150 Kinder an den Start gehen, die von zwei Kindergärten um 10 Uhr, die beiden anderen um 12 Uhr. Mit großer Freude registrieren Engels und die weiteren Vorstandsmitglieder des Stadtsportverbands die Begeisterung für das neue Projekt. So gab es keinerlei Probleme als es darum ging, Arbeitsgruppen zu bilden. Alle Beteiligten wollen sich aktiv einbringen.

Das Projekt wird von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung mit ihrem Programm „Kinder stark machen“ unterstützt. Für den 9. Februar wurde an gleicher Stelle ein weiteres Vorgespräch vereinbart, bei dem die jeweiligen Arbeitsgruppen ihre Ergebnisse vorstellen werden. „Eine solch große Begeisterung für eine Veranstaltung und eine derart selbstverständliche Bereitschaft zur Mitarbeit habe ich schon lange nicht mehr erlebt“, sagt Willi Engels.

„So macht Ehrenamt Spaß!“, sagt Engels. Daher plane der Stadtsportverband weitere Veranstaltungen mit den übrigen Kindergärten und Sportvereinen im Stadtgebiet.

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