Erkelenz - Abstrakte Figur zieht sich durch das „Solo“-Werk

Abstrakte Figur zieht sich durch das „Solo“-Werk

Von: hewi
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Die Werke von Eberhard Foerst sind auch am Wochenende in Haus Spiess in Erkelenz zu besichtigen. Foto: Koenigs

Erkelenz. Solo im Haus Spiess für Eberhard Foest. Dort eröffnete die Kultur GmbH eine Werkschau des 1935 in Schlesien geborenen Künstlers, der heute in Leverkusen wohnt und der kunstinteressierten Welt vor allem eines gegeben hat, nämlich eine abstrakte Figur, die sich im Profil und in verschiedenen Größen und Farben durch sein Werk zieht.

Auch das Revers seiner Jacke zierte eine Anstecknadel in der prägnanten Form, die den Betrachter schnell an die Bildwelt der Werbung oder des Comics erinnert. Dieses Wesen dient dem Künstler als Sinnbild für den Menschen schlechthin, wobei es offen für Assoziationen und doch klar in seiner Form und Struktur ist.

Der Geschäftsführer der Kultur GmbH, Christoph Stolzenberger, brachte in seiner Eröffnungsrede Künstler und Werk näher. Unter dem Titel „Solo“ hat der Künstler schon im In- und Ausland ausgestellt, wobei sein Werk neben der Malerei auch Skulpturen und Zeichnungen beinhaltet. Im Haus Spiess ist ein Querschnitt seines malerischen Schaffens der letzten Jahre ausgestellt. Stolzenberger hob hervor, dass die Kultur GmbH dem Publikum „die etwas andere Kunst“ präsentieren wolle. Und „etwas anders“ sei auch die Arbeitsweise Foests. Er malt nicht an der Staffelei. Das Bild entsteht vor ihm auf einem großen Arbeitstisch liegend, über dem er gebeugt arbeitet. Dies entspricht vielleicht seinem Beruf, denn Foest hat neben der Malerei und Dramaturgie auch Hochbau studiert. So erinnere seine Arbeitsweise an den Baufachmann, der über die Pläne gebeugt dazu beiträgt, dass das Gebäude entsteht. So wie bei der Planzeichnung zuerst die Grundrisse entstehen, die dann mit Leben gefüllt werden, arbeitet auch Foest.

In seiner Arbeit folgt er einer klar umrissenen Idee, die er Schritt für Schritt verwirklicht. Dazu bedient er sich klarer und leuchtender Farben und einer gestalterischen Sprache, die auf das Minimum reduziert ist und somit Raum für Interpretationen gibt. Der Künstler lade die Besucher förmlich zum Nachdenken und Entdecken ein, betonte Stolzenberger. Und wenn man durch die Räume des Haus Spiess geht, wird einem schnell klar, was damit gemeint ist. Denn der Künstler hält die Bedeutung seiner Bilder bewusst offen für den Betrachter und ermöglicht ihm so die Freiheit der eigenen Wahrnehmung und Interpretation. Dabei spielen neben klaren Farben vor allem auch klare Formen, die verschmelzen, eine bedeutende Rolle. Durch perspektivische Tricks schafft er dabei das an sich Unmögliche, wie die Verschmelzung eines Drei- und eines Rechtecks.

Der Künstler selbst zeigte sich angesichts dieser Worte augenzwinkernd „überwältigt, von den Dingen, die ich hier über meine Bilder erfahre“. Auch er lud die Besucher zum Entdecken und stand auch Rede und Antwort bei der Erkundung seiner Arbeiten.

Die Ausstellung ist am Samstag und Sonntag geöffnet.

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