Abschied: Letzter Jugendgottesdienst in St. Barbara

Von: koe
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Stimmungsvoller Abschied: Nur Kerzenschein und eine Videoinstallation erleuchten die Kirche St. Barbara bei der letzten Jugendmesse. Foto: Koenigs

Hückelhoven. Wehmut und Trauer beherrschten die Szene beim letzten Jugendgottesdienst in der Jugendkirche Factory Church in Sankt Barbara. Die Kirche war in dunkel getaucht, nur erleuchtet von den flackernden Lichtern einer eindrucksvollen Powerpoint-Präsentation.

„Heimat ist vergänglich“

Mit Aktionen der besonderen Art nahmen das Jugendkirchenteam Abschied von ihrer Factory Church in Sankt Barbara. Das Thema der Abschiedsmesse war „Heimat“. Da passte das Video eines Flüchtlings aus Syrien oder die Aktion „Heimat ist vergänglich“.

Die Asche am Aschermittwoch symbolisiere Vergänglichkeit, was auch die aktuelle Flüchtlingssituation zeige, hieß es. Auch die Jugendlichen müssten jetzt ihre Heimat, den Kirchenraum, in dem sie viele schöne Momente erlebt hätten, verlassen.

In Flammen aufgegangen

Zum Abschied ließen sie symbolische Gegenstände in Flammen aufgehen und zu Asche zerfallen. Da wurde zum Beispiel eine Tageszeitung verbrannt, denn was heute gedruckt wird, sei morgen vielleicht schon wieder überholt. Fröhlichkeit, wie an den Karnevalstagen sei vergänglich, denn jeder kenne bittere Momente in seinem Leben, deshalb wurde eine Luftschlange angezündet.

Die Flamme wurde auch an die Hückelhovener Karte gehalten, denn auch im Jugendkirchenteam gebe es immer wieder Veränderungen. Und zuletzt brannte eine Blume, die das Leben symbolisieren sollte, denn dem Tod könne keiner entfliehen. Wie passend war da der Auftritt des Chores Klangfarben mit dem Lied: „God will make a way“. Es waren gleich mehrere Lieder, mit denen der Chor die eindrucksvolle, letzte Jugendmesse mitgestaltete.

Aktion „Blumentopf“

Auch die Aktion „Blumentopf“ war beeindruckend. Das Aschenkreuz, das am Aschermittwoch verteilt werde, stehe nicht für den Tod, sondern sei bereits ein Hinweis auf Ostern. Es symbolisiere die Auferstehung, Wohnung und Heimat. Blumentöpfe wurden mit einem Asche-Erde-Gemisch abgefüllt, in der Hoffnung, dass aus der verbrannten Heimat, neues, wunderschönes Leben entstehe.

Das Friedens- und Segensgebet wurde gemeinsam gesprochen und der Menschen gedacht, die ihr Zuhause verlassen mussten wegen Hunger, Krieg, Gewalt und Not. Heimat sei mehr als ein Gebäude, hieß es, und: „Es wird auch ohne diese Kirche weitergehen, auch wenn man sich das nicht vorstellen kann.“

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