Wassenberg - Abschied im Ratssaal: Manfred Sieg geht in Rente

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Abschied im Ratssaal: Manfred Sieg geht in Rente

Von: Anna Petra Thomas
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Manfred Sieg (li.) bei seiner Verabschiedung mit Frau Marianne und Kämmerer Willibert Darius. Foto: Anna Petra Thomas

Wassenberg. Mit einer Feierstunde im Ratssaal hat die Stadt Wassenberg sich von Manfred Sieg verabschiedet, der über 48 Jahre lang seinen Arbeitsplatz im Wassenberger Rathaus und dabei ganz oft auch im Ratssaal hatte. Zuletzt bekleidete er das Amt des Referatsleiters Rats- und Beamtenangelegenheiten sowie Gebäudemanagement.

Dem Bürgermeister sei es ein besonderes Anliegen gewesen, Sieg als seinen engsten Vertrauten persönlich im Ratssaal zu verabschieden, erklärte Kämmerer Willibert Darius, nachdem er die Ratsglocke noch ein letztes Mal nur für ihn geläutet hatte. Aufgrund einer Erkrankung des Bürgermeisters wurde daraus jedoch nichts.

„Die Zahl der Gäste, die heute zu Deiner Verabschiedung gekommen sind, spricht für das große Ansehen, das Du Dir in jahrzehntelanger Arbeit mit Verwaltungschefs, kommunalpolitischen Vertretern, Schulleitern und zuletzt im Kreis von Kollegen und Weggefährten erworben hast“, betonte dann Darius.

Vor allem durch seine frühe Tätigkeit im Sozialamt habe Sieg ein „besonderes Verantwortungsbewusstsein“ erlangt, das stets Grundlage seines späteren Handelns gewesen sei.

1984 wurde Sieg Vertreter des Amtsleiters im Haupt- und Personalamt, 1995 dessen Leiter. 1988 wurde er zum ehrenamtlichen Richter beim Sozialgericht in Aachen bestellt. Ab 2008 war er Referatsleiter Rats- und Beamtenangelegenheiten sowie Gebäudemanagement.

Die Ratsangelegenheiten seien dabei zu seinem „beruflichen Steckenpferd geworden“, so Darius. In diesem Bereich habe Sieg stets „hervorragende Arbeitsergebnisse geliefert“, ganz unabhängig davon, wer gerade Verwaltungschef gewesen sei oder wie sich die politische Konstellation im Rat dargestellt habe. Er habe hier „eine deutliche Handschrift hinterlassen, er war stets kompetenter Ansprechpartner für alle Kommunalpolitiker, denn bei ihm waren Loyalität gegenüber dem Verwaltungschef und politische Neutralität stets selbstverständlich“.

Zum Abschluss überreichte ihm Darius als Geschenk eine eigens für ihn angefertigte Armbanduhr, die eine Silhouette der Stadt zeigt.

In rund 30 Jahren Ratsarbeit habe er an etwa 400 Ausschuss- und Ratssitzungen teilgenommen, berichtete Sieg in seiner Dankesrede. Immer habe für ihn der Grundsatz gegolten: „Versuche gerecht zu handeln, denn allen recht machen kann man es sowieso nicht.“

In seinem Ruhestand will Sieg jetzt Gartenarbeiten, Waldläufe und Radfahren genießen, Freundschaften pflegen und sich in den Orsbecker Ortsvereinen engagieren, aber auch reisen. Zunächst müsse er jetzt jedoch erst einmal alle guten Ratschläge zur Ruhestandsbewältigung überdenken, schmunzelte er: „Hoffentlich kommt da kein Stress auf!“

Die bisherigen Aufgaben Siegs würden künftig auf drei Schultern verteilt, erklärte er: Um die Ratsarbeit kümmere sich die neue Kollegin Annika Schmitz, die zugleich als Referentin des Bürgermeisters tätig sei und sich um die Öffentlichkeitsarbeit kümmere. Das Gebäudemanagement falle künftig in den Arbeitsbereich von Willibert Darius und die Beamtenangelegenheiten übernehme Heike Görtz.

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