Ab jetzt dank Brötchentaste 15 Minuten kostenlos parken

Von: Helmut Wichlatz
Letzte Aktualisierung:
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Werden umgerüstet: Die Parkscheinautomaten in Erkelenz sollen eine Brötchentaste bekommen. Foto: Stefan Klassen

Erkelenz. Gegen die Stimmen der CDU hat der Rat bei seiner jüngsten Sitzung die Einführung der sogenannten Brötchentaste in der Erkelenzer Innenstadt entschieden. Der Antrag aller Oppositionsfraktionen war zuvor im Ausschuss für Stadtentwicklung und im Hauptausschuss kontrovers diskutiert worden. Und diskutiert wurde im Rat auch, bevor der Antrag mit 23 zu 20 Stimmen angenommen wurde.

Die CDU sieht in der Brötchentaste ein falsches Signal für die Innenstadt, denn gerade die Dauer und die Qualität des Aufenthalts in der Innenstadt gelte es zu stärken. Die Notwendigkeit einer Brötchentaste für eilige Kunden „auf dem Sprung“ wurde bezweifelt.

Die Taste, um die die Erkelenzer Parkscheinautomaten erweitert werden, druckt kostenlos einen Parkschein mit einer Höchstparkdauer von 15 Minuten aus. Nach Ansicht der Antragsteller und des Gewerberings mache diese Möglichkeit die Innenstadt auch für Kunden attraktiv, die eben keinen langen Bummel planen. Karl-Heinz Frings von der Bürgerpartei betonte, dass man sich von dem Begriff „Brötchen“ verabschieden sollte.

Vielmehr gehe es darum, schnelle Besorgungen zu ermöglichen. Dies sei angesichts der Tatsache, dass Erkelenz eine Flächengemeinde mit über 40 Ortschaften und einem schlecht aufgestellten öffentlichen Personennahverkehr sei, besonders wichtig, hob FDP-Mann Werner Krahe hervor.

Kosten: Rund 12.000 Euro

Die Kosten für die Umstellung auf die neue Parkfunktion beziffert die Verwaltung auf rund 12.000 Euro. Der Gewerbering wolle 2500 Euro beisteuern, sagte Bürgermeister Peter Jansen (CDU), der zuvor mit dem Vorsitzenden des Gewerberinges, Heinz Kühle, telefoniert hatte. Um die Brötchentaste finanzieren zu können, wird darüber hinaus auch die Parkgebühr um 20 Prozent erhöht. Eine Stunde kostet zukünftig 60 statt bisher 50 Cent.

„Hückelhoven wirbt mit 3500 kostenlosen Parkplätzen, wir mit einer 20-prozentigen Erhöhung der Parkgebühren“, kritisierte Hans-Josef Paffen (CDU). Sein Fraktionskollege Peter London regte die Beschäftigung mit einer „großen Lösung“ im Rahmen eines Marketingkonzeptes an.

Ein Konzept hatten bisher auch die SPD und die Grünen immer wieder gefordert, jedoch in Form eines Verkehrsentwicklungsplanes für Erkelenz. Bislang hatte die CDU gemeinsam mit den Liberalen und Freien Wählern verkehrspolitische Entscheidungen wie die Änderung der Fahrtrichtung auf der Kölner Straße und die Öffnung des Kölner Tors für den Verkehr getroffen.

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