90 Kinder werden zu Jesus´ Zeitgenossen

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Die Kommunionkinder lernten das Jerusalem zur Zeit Jesu Christi mit einer Mischung aus Rollenspiel und Geschichte kennen.

Wegberg. Und wieder strömten über 90 Kinder ausgelassen in die Aula der Erich Kästner-Grundschule in Wegberg, als die Glocke zum dritten Tag der Kommunionkinder-Woche (Koki-Woche) ertönte. Dann hörten und sahen sich alle eine Geschichte an, die die Kinder in die Tage von Jerusalem zurückversetzen sollte, in denen Jesus gekreuzigt wurde. Jesus trifft kurz vor Jerusalem auf Julius.

Zwei Wanderprediger, die den Weg nach Jerusalem zusammen gehen, obwohl sie gewarnt worden waren. Jerusalem kochte. Dort war es so gefährlich wie nie. Ein Dampfkessel, der bald allen um die Ohren fliegen sollte. In den Kleingruppen bastelten, malten und schminkten sich die Kokis je nach ihrer Rolle, die sie bald in Jerusalem einnehmen sollten.

Die einen waren die Freunde, die anderen die Feinde Jesu. Dazwischen spukte Julius umher und sorgte für viel Unmut. Denn sie wollten doch Jesus nachgehen, sie folgten ihm und nicht diesem Julius. Was der nur immer wollte. Er war doch nicht der Sohn Gottes. Das war Jesus! Aber er, Julius, behauptete das ebenfalls lautstark von sich selbst. So stürmten die unterschiedlichsten Gefühlswellen über Jesus und seine Gruppe hinweg, als er durch die Menge ging. Im Tempel, voller Ärger im Bauch, warf er die Händler hinaus.

Dies sei sein Haus und das seines Vaters. Julius dagegen sprach unentwegt mit den Gegnern. Sie wollten ihn los werden, doch sie schafften es nicht. Noch beim Einzug in die Aula hielt er an ihnen fest und wollte es ihnen unbedingt sagen. Er sei der Sohn Gottes. Sie sollten es ihm glauben. Doch diese Gruppe lehnte ihn und auch Jesus komplett ab.

Klaudia Rath nahm die Situation auf und erzählte den Kindern und Erwachsenen, dass es so vielleicht auch damals vor 2000 Jahren gewesen sein könnte. Ein völlig aufgeputschtes Jerusalem. Die Juden, die Jesus nachliefen und ihm zuhörten und glaubten, was er sagte. Dann waren dort die, die alles so halten wollten wie bisher.

Das sei doch alles Quatsch. Glaube hin oder her. Einer aus ihren Reihen könne nicht der Sohn Gottes sein. Und daneben die Römer, die keinen Aufstand und keinen Stress wollten in der Stadt. Lieber sprechen sie ein Todesurteil aus, statt einen Aufstand in Jerusalem zu riskieren. Ein völliges Durcheinander also. Nun versuchten die Kinder denjenigen, die sich gegen Julius und Jesus gestellt hatte, zu erklären, dass sie doch an Jesus glauben sollten.

Doch kein Wort ließ sie von ihrer Meinung abrücken. In diesem Spiel, so sagte Klaudia Rath, spiegele sich die Ohnmacht wieder, vom eigenen Glauben zu erzählen. Andere würden ihn nur dann aufnehmen können, wenn sie dafür offen seien. Denn jeder dürfe frei entscheiden, in Jesus Nähe oder Ferne zu leben. So hatte sich eine ganz tiefe Weisheit in die Gruppe der Kokis geschlichen, die besagt, dass Zwang und Druck nichts ausrichten können, wenn es um den Glauben geht. Allein das sich anbieten, das erzählen eigener Erfahrungen könnte einen Weg zur anderen öffnen. Vielleicht.

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