Heinsberg - 39 Minuten nach Mitternacht: Baby Zeynep hat es eilig

39 Minuten nach Mitternacht: Baby Zeynep hat es eilig

Von: anna
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Gemeinsam mit den Eltern Burco und Ferhat Kafadar freuten sich Schwester Marita Goertz, Stationsleiterin Elke Reinartz und Ärztin Nerissa Cuypers (von links) über die Geburt von Zeynep. Foto: Anna Petra Thomas

Heinsberg. Genau 39 Minuten war das neue Jahr alt, als die kleine Zeynep Kafadar aus Oberbruch am Dienstagmorgen im Heinsberger Krankenhaus das Licht der Welt erblickte. Eigentlich sollte sie erst in etwa drei Wochen geboren werden, „aber dann hat sie uns gesagt: Jetzt ist genug!“, lacht Vater Ferhat (35).

Er ist Deutscher und wurde hier geboren. Schon in den 1960er Jahren war sein Vater aus der Türkei gekommen, um in Oberbruch bei Akzo zu arbeiten. Seine Frau Burco (29) lebt dagegen erst seit vier Jahren in Deutschland.

In beiden Familien ist die Freude groß über das kleine Mädchen, das bei der Geburt gerade mal 2450 Gramm schwer und 51 Zentimeter lang war. Mutter Burcos Eltern reisen Mitte Januar an, um ihr Enkelkind in die Arme zu schließen. „Der Vater hat leider nur ein Visum für einen Monat erhalten“, erklärt Ferhat.

Da habe die Reise gut geplant werden müssen. Damit sich jedoch in Mutter Burcos Familie alle einen Eindruck vom neuen Enkelkind und der kleinen Nichte machen können, hat unsere Zeitung das erste Foto von ihm und seinen überglücklichen Eltern am Dienstag natürlich gerne direkt via Internet in die Türkei geschickt.

„Ich wünsche mir für meine beiden Mädels, dass sie immer bei mir sein werden und dass ich immer für sie da sein kann, vor allem viel Gesundheit“, so Vater Ferhat. Seine kleine Tochter soll in Deutschland wie alle Kinder aufwachsen, und doch wollen die Eltern auch ihre türkischen Traditionen pflegen. Dazu gehört zum Beispiel, dass Mutter Burco während ihres Aufenthalts im Krankenhaus ein rotes Haarband trägt. „Im Bettchen fehlt jetzt nur das Kissen, an das alle Besucher ihr Goldstücken für das Baby anstecken können“, schmunzelt der Vater.

Und in zwei bis drei Wochen werde der Hodscha, ein islamischer Religionsgelehrter, in die Familie kommen, der kleinen Zeynep ihren Namen ins Ohr flüstern und ein Gebet sprechen.

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