20 Millionen Euro investiert: Umgehungsstraße freigegeben

Von: Anna Petra Thomas
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Wichtiger Einschnitt: Bürgermeister Heinz-Josef Schrammen, Landrat Stephan Pusch, Bürgermeister Wolfgang Dieder, der CDU-MdL Dr. Gerd Hachen und Ministerialdirigent Edward Rother (von links). Foto: Anna Petra Thomas

Heinsberg/Waldfeucht. Am Dienstag übergaben Ministerialrat Edward Rother aus dem NRW-Verkehrsministerium, der CDU-Landtagsabgeordnete Dr. Gerd Hachen, Landrat Stephan Pusch und die beiden Bürgermeister Wolfgang Dieder aus Heinsberg und Heinz-Josef Schrammen aus Waldfeucht am Kreisverkehr in Lieck symbolisch die 7,5 Kilometer lange Straße dem Verkehr.

Mit ihr lassen sich jetzt nicht nur die Stadt Heinsberg, sondern auch die Heinsberger Stadtteile Lieck und Kirchhoven sowie der Waldfeuchter Ortsteil Haaren umfahren.

„Diese neue Straße ist für die strukturelle Entwicklung des Heinsberger Westens und der Gemeinde Waldfeucht von großer Bedeutung“, befand der Landrat in seiner Ansprache anlässlich der offiziellen Freigabe für den Verkehr. Zuvor hatte er neben den Vertretern aus Politik und Verwaltung auch die an der Planung und am Bau beteiligten Firmen begrüßt.

Die Menschen in den Orten würden sich freuen, dass die Zeiten des endlosen und belastenden Durchgangsverkehrs endlich zu Ende seien, betonte er. Wer einmal zu verkehrsintensiven Zeiten die ebenso lange wie enge Ortsdurchfahrt von Kirchhoven erlebt habe, wisse nun, welche Verbesserung die neue EK 5 mit sich bringe. „Mit dieser Straße hat der Kreis Heinsberg in jeder Hinsicht ein Stück Lebensqualität für seine Bürger geschaffen“, so Pusch.

Bei der Planung seien viele Belange berücksichtigt worden, nannte der Landrat als Stichworte etwa Brücken für die Landwirtschaft, Kreisverkehre, Rad- und Wirtschaftswege sowie Ausgleichsflächen. Eine besondere Herausforderung sei zudem ein umfangreiches Bodenmanagement gewesen, bei dem viele Tausend Kubikmeter Erdboden hätten bewegt werden müssen.

An der Gesamtinvestition von rund 20 Millionen Euro habe sich das Land Nordrhein-Westfalen mit 13 Millionen Euro aus dem Förderprogramm zu Verbesserung der Verkehrsverhältnisse beteiligt. In seinen Dank dafür schloss Pusch auch die Unterstützung der Bezirksregierung Köln ein. Die Freigabe der Straße für den Verkehr geschehe in der Gewissheit, das zusammen mit den in absehbarer Zeit fertigen Teilstrecken der B 56n und der B 221n sowie mit den noch in Planung befindlichen Straßenbaumaßnahmen in Gangelt und Birgden ein leistungsfähiges Straßennetz entstehe, das den Anforderungen der nächsten Jahrzehnte voll und ganz gerecht werde.

Heinsbergs Bürgermeister Wolfgang Dieder ließ die Geschichte der Straße noch einmal Revue passieren und erinnerte an erste Planungsuntersuchungen im Jahre 1992 im Zusammenhang mit den Planungen für die B 56n. Und warum es dann bis zur Fertigstellung 21 Jahre später so lange gedauert hatte, erklärt er auch. „Die Zahl der Beteiligten heute hier ist groß!“ Und die Belange aller hätten berücksichtigt werden müssen bis hin zu einem „hervorragenden Abschluss“.

Es habe keine Frage gegeben, die die Bürger in seiner Gemeinde im vergangenen Jahr weniger beschäftigt habe, erklärte Bürgermeister Heinz-Josef Schrammen aus Waldfeucht. „Wann es die Stroat dann nu fehdisch?“, sei er immer wieder gefragt worden. Und wie sehr es ihm am Herzen lag, den Waldfeuchtern diesen Wunsch zu erfüllen, zeigte er gleich, nachdem er das rote Band zerschnitten hatte. „Kommt, wir gehen auf Seite, dann kann die Straße freigegeben werden!“, forderte er die Festgesellschaft auf.

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