Wassenberg - 1,9 Millionen Euro für Gebäude der Betty-Reis-Schule

1,9 Millionen Euro für Gebäude der Betty-Reis-Schule

Von: Daniel Gerhards
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Im kommenden Jahr soll die Entscheidung fallen: In welchen Bauten der Betty-Reis-Gesamtschule soll das Geld aus dem Förderprogramm Gute Schule 2020 fließen? In die nach der Herstellerfirma benannten „OFRA“-Trakte oder in die Turnhalle. Foto: D. Gerhards
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Im kommenden Jahr soll die Entscheidung fallen: In welchen Bauten der Betty-Reis-Gesamtschule soll das Geld aus dem Förderprogramm Gute Schule 2020 fließen? In die nach der Herstellerfirma benannten „OFRA“-Trakte oder in die Turnhalle. Foto: Gerhards
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Im kommenden Jahr soll die Entscheidung fallen: In welchen Bauten der Betty-Reis-Gesamtschule soll das Geld aus dem Förderprogramm Gute Schule 2020 fließen? In die nach der Herstellerfirma benannten „OFRA“-Trakte oder in die Turnhalle. Foto: D. Gerhards

Wassenberg. Die Stadt Wassenberg kann darauf hoffen, aus dem Förderprogramm NRW.BANK.Gute Schule 2020 in den kommenden Jahren 1,9 Millionen Euro für die Sanierung beziehungsweise den Ausbau ihrer Schulen zu bekommen. In der jüngsten Sitzung des Schul-, Sozial- und Jugendausschusses wurde deutlich, dass dieses Geld in Gebäude der Betty-Reis-Gesamtschule investiert werden soll.

Im kommenden Jahr sollten sich Politik und Verwaltung mit konkreten Vorschlägen für die Nutzung des Geldes beschäftigen, sagte Bürgermeister Manfred Winkens (CDU).

Die Diskussion zeigte, dass es an der Schule aktuell zwei „Baustellen“ gibt: Zum einen besteht an einer Turnhalle Sanierungsbedarf, zum anderen bemängeln Schüler, Schulleitung und Elternvertreter den Zustand der einst als temporäre Bauten errichteten „OFRA“-Trakte, in denen die Schüler der 5. und 6. Klasse unterrichtet werden.

Schulleiterin Dr. Karin Hilgers, die Schülervertretung und der Elternpflegschaftsvorsitzende hatten vor der Ausschusssitzung jeweils in einem Schreiben an die Stadt zum Ausdruck gebracht, dass sie eine Sanierung oder einen Neubau anstelle der „OFRA“-Trakte für dringlicher halten, als eine Erneuerung der Turnhalle.

Nach Aussage des städtischen Architekten Hermann-Josef Limburg ergebe sich aus statischen Untersuchen, Luftmessungen und einer brandschutztechnischen Prüfung aktuell kein Handlungsbedarf für die „OFRA“-Trakte. Die Gebäude könnten genutzt werden. Der subjektive Eindruck, den Schüler dort gewinnen, sei allerdings wegen Schwingungen und Geräuschen negativer: „Die Gebäude sind sicher, aber sie erscheinen nicht mehr angemessen“, sagte Hilgers. Das sei ein Nachteil im Wettbewerb mit anderen Schulen.

Bürgermeister Winkens sagte, dass die Botschaft bei der Stadt angekommen sei: „Es hat uns nachdenklich gemacht, dass sich sowohl Schüler als auch Eltern fragen, was mit den ‚OFRAe_SSLq-Trakten los ist.“ Allerdings sagte Kämmerer Willibert Darius, dass davon auszugehen sei, dass ein Neubau der Trakte die Fördersumme von 1,9 Millionen bei weitem übersteige. Winkens sagte, dass ein Neubau anstelle der alten Turnhalle der Schule auch gut zu Gesicht stünde: „Man könnte eine moderne Multifunktionshalle bauen.“

Weil die Stadt Wassenberg im Haushalt für das kommende Jahr keine Kreditaufnahme vorsieht, könne man mit dem Programm erst im Jahr 2018 starten, sagte Darius. Dann müsste auch erst das erste Geld ausgegeben werden. Im Umkehrschluss heißt das, dass im Jahr 2017 eine Entscheidung getroffen werden muss, wie das Geld eingesetzt wird.

„Ich habe mich gefreut, dass die Planungen im Jahr 2017 relativ offen angegangen werden. Meine naive Vorstellung ist, dass der Rat ein Lösung findet, beides kurz- oder mittelfristig anzugehen“, sagte Hilgers. Dass man den Begriff „mittelfristig“ an Schulen und in städtischen Verwaltungen unterschiedlich versteht, liegt auf der Hand. Die Laufbahn eines Schülers einer weiterführenden Schule dauert in der Regel zwischen sechs und neun Jahren. Schüler würden eine solche Perspektive also sicher als langfristig bezeichnen. Winkens sagte, aus seiner Sicht bedeute mittelfristig, dass man sich in den kommenden fünf bis sieben Jahren Gedanken mache, was in Sachen „OFRA“-Trakte zu tun sei: abreißen und neu bauen, andere Gebäude aufstocken oder etwas völlig anderes.

Darius legte Wert darauf, dass die Gebäude der städtischen Schulen insgesamt in gutem Zustand seien. Und auch die Betty-Reis-Schule brauche sich nicht vor anderen Schulen im Kreis zu verstecken.

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