18-Jährige bringt Senioren zum Lächeln

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Lieder singen, Bälle werfen: Die 18-jährige Corinna Mrosek unterstützt den TuS Germania Kückhoven bei dem Angebot „Sport für Menschen mit Demenz“.

Erkelenz. Das Team vom TuS Germania Kückhoven und die beschützte Pro8-Einrichtung für Menschen mit Demenz in Kückhoven bekommen Unterstützung im Modellprojekt „Sport für Menschen mit Demenz“. Ab sofort gehört Corinna Mrosek, 18 Jahre alt und in Erkelenz groß geworden, zum Team um Annette Sielschott, ihre Tochter Frauke und Christiane von Dreusche.

„Als Corinna sich im Juli bei uns vorgestellt und Interesse an ,Sport für Menschen mit Demenz‘ bekundet hat, waren wir beeindruckt. So viel Ernsthaftigkeit und Zuverlässigkeit findet man selten bei jungen Menschen“, sagt Annette Sielschott. Hinzu kam dann noch die Bescheinigung über ihre ehrenamtliche Tätigkeit beim Diakonischen Werk Erkelenz. Dort betreute die 18-Jährige als Bildungspatin ein Mädchen chilenischer Herkunft und dort erfuhr sie auch vom Projekt „Sport für Menschen mit Demenz“.

„Eigentlich wollte ich schon viel früher in der Pro8 dabei sein, aber das Abitur ist mir dazwischen gekommen“, sagt Corinna Mrosek und lacht. Die allgemeine Hochschulreife hat sie nun in der Tasche und möchte im kommenden Jahr – am liebsten an der Katholischen Hochschule in Aachen – Soziale Arbeit studieren. Dazu fehlt ihr noch ein Praktikum, das sie aber bald beim Jugendamt der Stadt Erkelenz absolvieren wird. „Ich habe einen Deal mit meiner Mutter: Erst einmal bleibe ich während des Studiums in Erkelenz wohnen, damit ich weiterhin in die Pro8 gehen kann“, erzählt die 18-Jährige.

Und das Team von „Sport für Menschen mit Demenz“ kann sie dort gut gebrauchen: Sie bereitet Lieder für die Gruppe vor, assistiert den Bewohnern bei Bewegungsübungen und füllt die Bewertungsbögen aus. Denn nach jeder Sitzung wird festgehalten, wie sich die motorische Aktivität der Teilnehmer entwickelt. „Nach einem Jahr regelmäßigen Trainings stellen wir fest, dass sich zum Beispiel Kraft, Schnelligkeit und Rhythmusgefühl deutlich gesteigert haben“, erklärt Annette Sielschott.

Corinna Mrosek ergänzt: „Und selbst, wenn die Bewegungsabläufe nicht ganz einwandfrei funktionieren, ist es doch toll, die Begeisterung beobachten zu können und bei den Bewohnern ein Lächeln zu sehen. Dann weiß man, dass man etwas richtig gemacht hat. Und das macht Spaß.“

Geld verdient Corinna Mrosek mit ihrem Einsatz in der Pro8 übrigens nicht – ihre Unterstützung ist rein ehrenamtlich.

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