Den Ofen auf die Rur gestellt und gekocht
Heinsberg. «Wenn de Dag länge, vöngt dr Wenter an de strenge». Das wussten schon die alten Heinsberger. Und diese alte Volksweisheit hat sich in diesem Jahr wieder einmal bewahrheitet. Der ungewöhnlich kalte Winter, der bislang schon über 300 Todesopfer gefordert hat, ist Gesprächsthema Nummer eins.
«Jugend debattiert» stärkt Demokratie
Kreis Heinsberg. Eine Demokratie braucht Menschen, die kritische Fragen stellen, Menschen, die aufstehen, ihre Meinung sagen und sich mit den Meinungen anderer auseinandersetzen. Menschen, die zuhören und reden können. Menschen, die fair und sachlich debattieren.
2013 droht Kontrolle durch den Kreis
Erkelenz. Ums «liebe Geld» geht es heute im Alten Rathaus, wenn der Erkelenzer Stadtrat bei seiner Sitzung ab 18 Uhr über den Haushalt für 2012 entscheidet.
25-jährige Autofahrerin schwer verletzt
Übach-Palenberg. Eine 25-jährige Frau aus Übach-Palenberg ist bei einem Unfall auf der Straße In der Schley am Dienstagmorgen schwer verletzt worden.
68-Jährige bei Verkehrsunfall schwer verletzt
Gangelt-Stahe. Eine 68-jährige Frau aus Gangelt ist bei einem Verkehrsunfall auf der Bundesstraße 56 am Dienstagmorgen schwer verletzt worden.
Hilfe für krebskranke Kinder als Thema des Unterrichts
Wegberg/Ophoven. Eine ganz besondere Unterrichtsstunde erlebten jetzt die Schülerinnen und Schüler der Klasse 9c am Wegberger Maximilian-Kolbe-Gymnasium.
Eifer der Bürger begeistert Gäste aus Taiwan
(agsb) | 29.06.2009, 16:26
Der Professor geht im Auftrag des taiwanesischen Landwirtschaftsministeriums unter dem Projekttitel «Rural Governance» (Steuerung verschiedener Projekte auf unterster Ebene) der Frage nach, welche Ansätze zur Förderung ländlicher Entwicklung über einen Stärkung der kommunalen Selbstverwaltung auf die taiwanesische Situation übertragen werden können.
Seit dem vergangenen Jahr sind im Rahmen des nationalen Sechs-Jahres-Plans in Taiwan eine Reihe von Aktivitäten zur ländlichen Entwicklung begonnen worden, eingefügt in einen milliardenschweren Finanzrahmen. 13 Modellgemeinden wurden ausgewählt, in denen einzelne Maßnahmen wie auch Verfahren der Bürgerbeteiligung und des Regionalmanagements erprobt werden sollen. Professor Sen-Tyan Lin wurde von Dr. Yi Chiang von der Deutsch-Taiwanischen Gesellschaft sowie Dr. Ralf Nolten (Düren) von der Uni Bonn und stellvertretender Vorsitzender der Deutsch-Taiwanischen Gesellschaft für Sozialökonomie begleitet. Die Landwirtschaftliche Fakultät der Universität Bonn hat seit über 40 Jahren einen engen Kontakt zu den Kollegen an den taiwanesischen Universitäten.
Bürgermeister Johannes von Helden gab der Delegation einen kurzen Einblick zum Status «Leader-Region» und zum Zweckverband «Der Selfkant». Zudem stellte er kurz den grenzüberschreitenden Verbund Euromosa vor. Regionalmanagerin Nadejda Pondeva informierte über die aktuellen Entwicklungsprozesse in der Leader-Region. «Äußerst gespannt bin ich darauf, zu erfahren, welche Aufgaben das Regionalmanagement wahrnimmt und welchen Mehrwert es mit sich bringt», sagte Professor Sen-Tyan Lin.
Staunen rief das enorme ehrenamtliche Engagement der Bevölkerung hervor, wie bei der Vorstellung der lokalen Arbeitsgruppen (LAG) deutlich wurde. Dass sich derart viele Menschen unentgeltlich zum Wohle aller einsetzen, konnte Professor Sen-Tyan Lin kaum verstehen. «Wir geben den Anstoß, die einzelnen Arbeitsgemeinschaften nehmen die Ideen und Anregungen auf und beginnen mit der Arbeit», erklärte Bürgermeister Johannes von Helden.
Auch die Unterstützung vieler regionaler Partner der Arbeitsgemeinschaft waren für den Gast ein Thema. Er stellte viele Fragen und notierte die Antworten. Das Vertrauen zu den Bürgerinnen und Bürgern aufzubauen sah Professor Sen-Tyan Lin auch als wichtigen Baustein für die ländliche Entwicklung in Taiwan an. Derzeit werde aber noch zu viel von höheren Stellen bestimmt. Richtig Neugierig wurde der Professor bei der Vorstellung des Selfkantquizes.
Auch für Regionen in seiner Heimat wäre dieses Quiz eine durchaus denkbare Marketing-Strategie. Die Gäste aus Taiwan waren ebenso begeistert von den Ausführungen zu Dorfwerkstatt und Dorfkonferenz in Waldfeucht. Bei der Besichtigungstour durch das historische Waldfeucht und der Mühle sammelte die Delegation weitere Eindrücke. Die weiter angesprochene Projekte wie Imkermobil, Waldmärchenpfad, touristische Aufwertung der Windmühlen, Förderung Reittourismus und Zukunftswerkstatt inspirierten die Gäste ebenso für die Zukunftsplanungen von Taiwan.
Am Liebsten hätte Professor Sen-Tyan Lin wohl die Regionalmanagerin Nadejda Pondeva gleich mitgenommen. Von ihrer vielfältigen Arbeit war der Gast aus Taiwan beeindruckt.
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