Zwei schlimme Brandanschläge vor der Haustür

Von: Georg Schmitz
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Karl-Josef Furian steht nach d
Karl-Josef Furian steht nach der Brandstiftung an seinem Haus in Gillrath vor den verkohlten Resten der Eingangstür. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen-Gillrath. Mittwoch, eine Viertelstunde nach Mitternacht. Josef Gerards wird durch den lauten Heulton einer Alarmanlage geweckt. Er ruft zunächst die Polizei an und teilt mit, dass die Alarmanlage an der Grundschule oder dem Nachbarhaus in der Bergstaße ausgelöst hat.

Der frühere stellvertretende Stadtbrandmeister ist als Feuerwehrmann in der Ehrenabteilung naturgemäß für außergewöhnliche Situationen sensibilisiert und schaut nach. An einem Nachbarhaus entdeckt der 72-Jährige ein brennendes Gerät und erkennt, dass es aus dem Haus stark qualmt.

Ein Anruf bei der „112” löst sofort die Alarmkette aus, und 55 Feuerwehrleute aus den Löscheinheiten Gillrath-Hatterath, Teveren, Geilenkirchen und Süggerath rücken an. Eine starke Rauchentwicklung empfängt die Einsatzkräfte. Die Flammen haben bereits auf die Holzvertäfelung der Decke im Flur übergegriffen.

Mehrere Trupps gehen unter Atemschutz mit zwei C-Rohren gegen das Feuer vor und können es schließlich löschen. Doch der Schaden ist beträchtlich und hat das Haus arg in Mitleidenschaft gezogen.

Das Ehepaar Gertrud und Karl-Josef Furian ist verzweifelt und verärgert zugleich. Zum Zeitpunkt des Brandes befanden sich die Gillrather auf dem Rückflug von Thailand nach Düsseldorf, wo sie um sieben Uhr landeten. Sohn Mario hatte sie vom Flughafen abgeholt und brachte ihnen jetzt die schlimme Nachricht bei.

Für die Familie wie auch für Polizei und die Feuerwehr ist eindeutig: „Das war Brandstiftung!” Schon in der Zeit zwischen dem 28. September und dem 5. Oktober hatten Unbekannte versucht, im Eingangsbereich ein Feuer zu legen. „Wir haben getränkte Lappen und Grillanzünder vorgefunden, die aber gottseidank nicht reichten, um die Türe in Brand zu setzen”, berichtet Mario Furian. Die brennende Flüssigkeit war die Stufen der Treppen hinuntergelaufen und hatte dort Spuren hinterlassen.

Beim zweiten Mal hatten der oder die Brandstifter allerdings ihr niederträchtiges Werk vollenden können. Hier stellten die ermittelnden Brandsachverständigen der Kreispolizeibehörde eine Gaskartusche sicher, mit der offensichtlich das Feuer ausgelöst wurde. „Dieser Täter nimmt sogar den Tod von Menschen in Kauf, denn neben dem Flur liegt unser Schlafzimmer”, zeigt Karl-Josef Furian kein Verständnis für den Feuerteufel. Zum Glück seien sie im Urlaub gewesen, jetzt stehe die Frage im Raum, ob der Täter das gewusst habe.

Wochen werden vergehen, bevor die Schäden in der unteren Etage des Hauses behoben sind, rechnen die Bewohner, Überall hängen geschmolzene Plastikteile herunter. Eine Behelfstüre wurde als Erstes eingebaut. Die Zimmer sind schwarz voll Ruß, und der beißende Brandgeruch ist schier unerträglich.

Die Familie Furian hat eine Gesamtbelohnung in Höhe von 500 Euro ausgesetzt, und zwar für den entscheidenden Hinweis, der zur Festnahme des Täters führt.
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