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Zwei neue Biogasanlagen in Gangelt

Von: hama
Letzte Aktualisierung:
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In der Schümmer Feldflur nahe dem Hof Tholen soll eine Biogaslange gebaut werden. Eine weitere im Ortsteil Birgden.

Gangelt. In ihrer letzten Sitzung der zu Ende gehenden Legislaturperiode brachten die Gangelter Ratsvertreter noch zwei neue Biogasanlagen in der Gemeinde auf den Weg. Die eine in der Feldflur bei Schümm am Hof Tholen, die andere in Birgden zwischen dem Ortsausgang und Waldenrath.

Während die durch Vergärung - vornehmlich vom Mais und Gülle - gewonnene Energie in beiden Fällen in das Stromnetz eingespeist werden soll, ist es in Schümm so, dass die thermische Energie, also die Wärme, die beim Betrieb einer solchen Anlage entsteht, zur rund einen Kilometer entfernten Grundschule geleitet und genutzt werden soll.

Einen Kilometer entfernt von der in Birgden geplanten Anlage liegt die Mülldeponie Hanbusch. Dort könnte die Wärme zur Trocknung der zwischengelagerten Abfälle genutzt werden.

Heinrich Aretz, Ortsvorsteher von Birgden, seit 1961 kommunalpolitisch tätig und der einzige Politiker, der seit der kommunalen Neugliederung 1969 durchgehend im Rat der Gemeinde Gangelt vertreten war, nutzte seinen letzten Auftritt im Auditorium des Rathauses, um noch einmal zu demonstrieren, wie seine Sicht der Dinge war und ist. Er hatte für die Birgdener Biogasanlage eine maximale Bauhöhe von acht Metern gefordert und dies im Protokoll festhalten lassen.

Günter Claßen aus Schümm wäre bei dem dort geplanten Bau auch mit zehn Metern Höhe einverstanden. Das erklärt sich unter anderem damit, dass die Birgdener Biogasanlage auf einer Kuppe, die in Schümm in einer Senke geplant ist. „Das würde ja wohl bei einer entsprechenden Klage vor keinem Richter bestehen, zwei Höhen für solche Anlagen festzuschreiben”, warf der Gangelter Ortsvorsteher Gerd Schütz ein, und warb um einen einheitlichen Höhenvorschlag.

„Ich will acht Meter festgeschrieben haben”, so Heinrich Aretz. „Da kann der Richter dann sagen, was er will!” Salomonisch einigte man sich schlussendlich darauf, dass die Verwaltung die Festlegung der Höhenmaße prüft und in den weiteren Verfahren darüber Bericht erstattet. Am Ende gab es jeweils ein einstimmiges Votum für die entsprechende Änderung der Flächennutzungspläne.
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