Übach-Palenberg - Zwei Jahre nach Ankündigung beginnt Bau des Boarding Hotels

Zwei Jahre nach Ankündigung beginnt Bau des Boarding Hotels

Von: Jan Mönch
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Stießen den ersten Spaten in den Parkplatz – pardon, in die Erde: Jürgen Breuer, Prokurist von Derichs und Konertz, Ralf Wetzler und Christoph Kahlen von Aixact Immobilien, Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch und Architekt Benedikt Casademont (v.l.). Foto: Mönch

Übach-Palenberg. Fast wirkte es wie ein Statement. Ein Auto reihte sich Donnerstagnachmittag auf der Friedrich-Ebert-Straße ans nächste. Die in den vergangenen Jahren verwaisten Parkplätze wurden tatsächlich genutzt. Und siehe da: Selbst breitbeinig daherkommende Karossen wie ein Audi Q5 oder sogar ein VW T5 fanden dort Platz.

Dabei war immer wieder kolportiert worden, die Parkplätze seien zu schmal und keinesfalls eine Alternative zum Parkplatz an der Ecke Friedrich-Ebert-Straße/An der Linde. Am Donnerstag zumindest sah das anders aus. Sogar die Außenspiegel blieben alle dran.

Insgesamt 50 Parkplätze

Am Nachmittag fand vor Ort der symbolische erste Spatenstich für das seit gut zwei Jahren angekündigte Übach-Palenberger Boarding Hotel statt. Das Projekt ist der Grund, dass viele Anwohner und Geschäftsleute sich über die wegfallenden Parkplätze ärgern. Angesichts von 5 Millionen Euro, die dem Investor Aixact Immobilien das Hotel wert ist, waren Verwaltung und Politik sich jedoch einig gewesen, mit dieser Kritik leben zu müssen und zu wollen.

„Wir bewegen hier heute nur ein kleines Stückchen Erde, aber viel für unsere Stadt“, sagte Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch. Als Zugeständnis werden immerhin 25 öffentliche Parkplätze erhalten bleiben. Weitere 25 sind den Hotelgästen vorbehalten.

Diese sollen vor allen Dingen durch die unweit gelegene Industrie ihren Weg in eines der 49 Zimmer finden. „Wir haben im Vorfeld Gespräche mit den großen Übach-Palenberger Unternehmen geführt und wollten wissen, was sie für ihre Gäste wollen“, berichtete Aixact-Geschäftsführer Ralf Wetzler. Das Ergebnis: Eher nicht den klassischen Gasthof, lieber schon ein modernes Ambiente mit gehobener Ausstattung. Das Boarding Hotel soll beides bieten. Außerdem ist es speziell auf die Bedürfnisse von Reisenden ausgerichtet, die sich länger vor Ort aufhalten. Rezeption und Restaurant gibt es nicht, dafür aber Kochmöglichkeiten. Der Check-in funktioniert vollautomatisch, das Smartphone dient als Zimmerschlüssel.

Das Boarding Hotel ist in engem Zusammenhang zu sehen mit dem wirtschaftlichen Aufschwung in Übach-Palenberg. Doch auch der Rolle Übachs als neues und mittlerweile wohl auch alleiniges Zentrum wird Rechnung getragen. Das Hotel wird einen Steinwurf von Rathausplatz, Einkaufszentrum und eben Industriegebiet entfernt liegen. Palenberg konnte dagegen nur seinen Bahnhof bieten, der nun natürlich relativ weit entfernt liegt. „Das ist letztlich aber ein Problem von sechs Euro“, sagte Ralf Wetzler. Gemeint ist der Fahrpreis für ein Taxi.

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