Zwei Gruppen, ein Ziel: Musik

Von: Markus Bienwald
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Druck, Klang und hervorragende Rhythmen mischen sich bei den Beiträgen der Big Bang von St. Ursula Geilenkirchen im Sommerkonzert zu einem überragenden Genuss. Foto: Markus Bienwald

Geilenkirchen. In den vergangenen Jahren glichen die Sommerkonzerte in der Turnhalle des Bischöflichen Gymnasiums St. Ursula manchmal einer tropischen Musiktruhe. Es war meistens heiß, und die flotten Rhythmen vom Vokalpraktischem Kurs (Vok) und der Big Band trugen nicht gerade zur Abkühlung bei.

Da konnten die Gäste im mehr als vollen Auditorium der diesjährigen Auflage kurz vor den Sommerferien fast schon ein wenig durchatmen. Dank angenehmer Temperaturen ließ sich das, was die zwei Gruppen vorne auf der Bühne als Cocktail für perfekte sommerliche Unterhaltung gemixt hatten, viel besser genießen.

Schon die Eröffnung machte richtig Spaß, denn der Vok mit seinen Solisten, Markus Bartz am Klavier und vor allem Thomas Gottschalk als neuem Leiter war eine brillante Erfahrung. Als ob sie es gewusst hätten, welch glücklicher Konzerttag ihnen bevorsteht, hatten die jungen Sängerinnen und Sänger sich mit „Oh Happy Day“ den richtigen Opener ausgewählt.

Nicht minder beeindruckend kam Leonhard Cohens Gänsehautballade „Hallelujah“ zu neuen Ehren, so dass sich die Schüler ohne Zweifel den Song „Top of the World“ verdient hatten. Mit „Meine Deutschlehrerin“ hatten nicht nur die in der ersten Reihe des Publikums vertretenen Fachlehrer ihren Spaß, den „Viva la Vida“ von Coldplay und das für den Vok programmatische „Goodnight, Sweetheart“ dann abschlossen.

Geballte musikalische Macht

Eine kurze Umbaupause später rollte dann die geballte musikalische Macht der Big Band von St. Ursula an. Rotgewandete Bläser so weit die Bühne reichte und ein gewohnt hervorragend aufgelegter Bandleader Leo Jansen ließen den Genuss am Klang noch größer werden. Fast schon zurückhaltend schlich sich da am Anfang „Deacon Jack’s Gospel Shack“ in die Gehörgänge, die bei weiteren Songs wie „St. Louis Blues“, dem schwingenden „Wah, Wah“ oder auch „Blues Bari Pie“ richtig durchgepustet wurden.

Die Angst um die Trommelfelle war natürlich völlig unbegründet, auch wenn so eine mit vollem Dampf spielende Big Band wie die des Geilenkirchener Gymnasiums richtig Watt in die Ohren schob. Das galt nicht zuletzt für den nicht minder brillanten zweiten Teil des überaus gelungenen Konzertabends, der auch ein paar Abstecher in die Filmgeschichte machte.

Auch Rock mit „House of the Rising Sun“ und das gigantische, als Abschluss bestens taugliche „Music“ von John Miles konnten immer noch ein Sahnehäubchen mehr auf den Konzertgenuss draufsetzen. Genuss pur, fast ohne Reue also, lediglich ein paar Stunden mussten die Gäste opfern, um in entspannter Atmosphäre einem tollen Konzert zu lauschen. Und der Einsatz der vielen Aktiven auf der Bühne wurde von denen im Auditorium mit reichlich Applaus belohnt.

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