Zum Herbst entfällt der Umweg am Wurmverlauf

Von: mabie
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Über diese Brücke führt der neue Weg über und entlang der renaturierten Wurm zwischen Zweibrüggen und Marienberg. Die Verbindung soll im Herbst freigegeben werden. Foto: Markus Bienwald

Übach-Palenberg. Es war nicht nur ein ungewöhnlich kühler Juni-Freitag, an dem die Wurm mit einem Baggerschaufelstich teilweise wieder in ihr altes Flussbett durfte. Es war auch der Startschuss für einen Umweg, den Radler und Wanderer entlang des Flusses bis heute in Kauf nehmen müssen.

Doch voraussichtlich schon im Herbst ist es soweit, dann wird die Renaturierungsmaßnahme zwischen den Ortslagen Zweibrüggen und Marienberg abgeschlossen sein.

Lange Lieferzeit

Ein Blick zeigt, dass die neue Brücke für Radler und Spaziergänger zwar schon steht, aber noch nicht für den Verkehr freigegeben ist. Das Ganze hätte, wie der für den Umbau zuständige Wasserverband Eifel-Rur (WVER) zu verstehen gab, noch schneller vonstatten gehen können, wäre die Lieferzeit der eingebauten Brücken nicht entsprechend lang gewesen.

So aber schlängelt sich die nun wieder freie Wurm noch bis in den Herbst hinein durch eine riesige Baustelle. 1,2 Millionen Euro werden hier vom WVER investiert, um den Ende der 1960er-Jahre im damaligen Zug der Zeit gestalteten schnurgeraden Verlauf der Wurm wieder zurückzubauen. Der Abschnitt des Flusses verlängerte sich dadurch um 150 auf 510 Meter, die Breite beträgt zwischen 70 und 90 Meter. 50 Zentimeter Wassertiefe und die wesentliche Verbreiterung des dann ungestört mäandernden Flussverlaufes bedeuten auch, dass die mit eingeplanten Auen an gut 100 Tagen im Jahr mit Flusswasser überflutet sein können. Das ist auch von wasserbaulicher Seite von Vorteil, da sich nicht nur der Lebensraum für Flora und Fauna erweitert, sondern dem Fluss zusätzliche Ausdehnungsmöglichkeiten gegeben werden.

Die Wanderer und Radler, die seit Ende Februar und voraussichtlich bis zum Ende der Baumaßnahme im Herbst einen Umweg in Kauf nehmen müssen, erwarten in Zukunft kleine Änderungen bei ihrem Weg entlang und über den Fluss. So wird die angesprochene neue Brücke an der Schnittstelle zwischen altem und neuem Verlauf einen schönen Aussichtspunkt bilden. Und dort, wo früher die Brücke im Naherholungsgebiet war, gibt es eine zweite Möglichkeit, auf den nach Fertigstellung geschützten Auenraum der Wurm zu werfen.

Die alte Brücke aus dem Naherholungsgebiet hat schon einen neuen Platz gefunden: Sie verbindet den Parkplatz „In der Schley“ mit dem Naherholungsgebiet und lässt das Naturerlebnis an dieser Stelle weiter wachsen.

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