Geilenkirchen/Gangelt - Zum Glück nur eine Übung: Hubschrauber verliert Ladung

Zum Glück nur eine Übung: Hubschrauber verliert Ladung

Von: Georg Schmitz
Letzte Aktualisierung:
heli üb bild
Die Feuerwehren Geilenkirchen und Gangelt sowie das THW probten den Ernstfall: Ein Transporthubschrauber der Bundeswehr verliert bei einer Notlandung am Rande der Airbase Geilenkirchen einen Teil der Ladung.

Geilenkirchen/Gangelt. Ein Transporthubschrauber der Bundeswehr verlor bei einer Notlandung am Rande der Nato Airbase Geilenkirchen einen Teil seiner Ladung.

Aus diesem Umstand entwickelte sich für die Löscheinheiten Stahe der Freiwilligen Feuerwehr Gangelt und Tripsrath der Freiwilligen Feuerwehr Geilenkirchen sowie einer aus mehreren überregionalen Verbänden bestehenden Komponente des Technischen Hilfswerkes (THW) ein mehrstündiges Übungsszenario, das den 78 teilnehmenden Kräften einiges abverlangte.

Hintere Ladeklappe

Die angenommene Übungslage: Ein Zugtrupp des THW Übach befindet sich auf Bewegungsfahrt und beobachtet gegen 16 Uhr im Bereich Gillrath/Stahe die Notlandung eines Transporthubschraubers. Die THW-Kräfte bemerken, dass mehrere Gegenstände beziehungsweise Kisten aus der geöffneten hinteren Ladeklappe herausfallen. Sofort meldet ein Helfer des Zugtrupps diesen Umstand über Funk der Leitstelle des Kreises Heinsberg in Erkelenz. Aus der Meldung geht hervor, dass es sich wahrscheinlich um einen Militärhubschrauber handelt. Soweit die ersten Minuten der angenommenen Lage.

Direkt laufen die Ermittlungen an, und durch Informationen der Flugüberwachung steht schnell fest, um welchen Hubschrauber es sich handelt. Auch gibt es Informationen zur Beladung des Transporthubschraubers. Der Helikopter hatte zwar Gefahrgut an Bord, doch es stellt sich heraus, dass für dieses keine besondere Schutzausrüstung der Einsatzkräfte erforderlich ist. Als erste örtliche Löscheinheit wird Stahe (Gemeinde Gangelt) alarmiert, gefolgt von Tripsrath (Stadt Geilenkirchen).

Schnelle Bergung

Wegen der Nähe zum Trinkwasserschutzgebiet ist eine schnelle Bergung der verlorenen Kisten dringend angeraten. Weil die Dämmerung bereits eingetreten ist, muss der Bereich um den notgelandeten Hubschrauber großflächig ausgeleuchtet werden. Deshalb werden neben der Elektro-Fachgruppe des Technischen Hilfswerks Übach weitere Fachgruppen des THW aus Herzogenrath, Grevenbroich, Mönchengladbach, Krefeld und Düsseldorf angefordert.

Nach Eintreffen der ersten Kräfte kann der Pilot unweit des Hubschraubers gerettet werden, sein Co-Pilot ist in der Dämmerung allerdings in einen Schacht gefallen und muss aus diesem befreit werden. Parallel zur Menschenrettung installieren die THW-Helfer drei Masten mit Scheinwerfern mit einer Gesamtkapazität von 21000 Watt zur Ausleuchtung des Waldgebietes sowie zusätzliche „Powermoons”. Alle vermissten Kisten werden gefunden, wobei einige sogar aus dem Helikopter in Bäume gefallen sind und dort festgehangen haben.

Mitglieder des THW aus Bergheim und Simmerath wohnten der Übung als Beobachter bei. Als solche machten sich auch Geilenkirchens Bürgermeister Andreas Borghorst sowie Stadtbrandinspektor Michael Meyer und sein Stellvertreter Armin Pennartz ein Bild von der Übung. Nach sechs Stunden war die von Horst Hillemacher (THW Übach), Frank Lauter (Löscheinheit Tripsrath), Thomas München (THW Mönchengladbach), Manfred Rabben (Löscheinheit Stahe) und Jeremias Wollschläger (THW Herzogenrath) ausgearbeitete Übung beendet und das Hauptziel erreicht: die Förderung der Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und Technischem Hilfswerk.
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