Übach-Palenberg - Zünftig und laut: Übach-Palenberg feiert sein Oktoberfest

Zünftig und laut: Übach-Palenberg feiert sein Oktoberfest

Von: agsb
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Sowohl Musik als auch Trachten und Speisen waren im XL-Festzelt original bayerisch. Foto: agsb
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„Hoch die Gläser!“: Die Stimmung weckte jetzt schon Vorfreude auf das kommende Wochenende.

Übach-Palenberg. Schon der Auftakt zum Oktoberfest in Übach-Palenberg war grandios. Am Freitagabend war um 19 Uhr das riesengroße Festzelt proppenvoll. Zighundert Partygäste in Lederhosen, mit Filzhut und ferner die Damenwelt in feschen Dirndl-Kleidern warteten auf den Fassanstich durch den Schirmherrn Wolfgang Jungnitsch, Bürgermeister von Übach-Palenberg.

Dieser hatte Verstärkung dabei, und übergab den Fassanstich an Raymond Vlecken, Bürgermeister der befreundeten Gemeinde Landgraaf. Die Partymenge feierte frenetisch. Georg Schmitz, ab Mittwoch Geilenkirchener Bürgermeister, wurde ebenfalls zur Bühne zitiert, um die Zeremonie zu verfolgen. Zahlreiche Ehrengäste aus Wirtschaft, Sport und Politik wurden begrüßt und mischten sich unter die Partygäste. Jungnitsch würdigte das Gastronomen-Ehepaar Astrid und Albert Spiertz, die Veranstalter des Oktoberfests.

Wolfgang Jungnitsch hielt den Zapfhahn fest mit Blick in Richtung seines Kollegen und natürlich auf seine Finger. Raymond Vlecken schlug gekonnt auf den Zapfhahn, schon bald konnte verkündet werden: „O’zapft is!“. Und dann legte die Hausband des Übach-Palenberger Oktoberfestes los, d’Reichenkirchner. Die bayerische Party-Band übernahm das Kommando und gleich hieß es: „Hoch die Gläser“.

Um kurz nach 19 Uhr stimmte die Alpenband das Lied der Berge an: „Sierra Madre“ erklang es aus allen Kehlen, viele Lichter erhellten das Festzelt. Das Alpenfeuer war entzündet und die Borsigstraße schien plötzlich mitten in München zu liegen. Das Oktoberfest zieht mittlerweile Stammgäste aus der ganzen Region nicht nur im Kreis Heinsberg an, aus allen Grenzlandkreisen sowie auch dem benachbarten Ausland strömen die Massen in den Schatten der Rockfabrik.

Auch der zweite Tag, der Samstag, verlief nicht anders. Als der Rest Deutschlands sich die Sportschau ansah, herrschte in Übach-Palenberg Wies’n-Fieber. Wieder gab es nur eine Devise: hinein ins Vergnügen! Genug zu beißen gab es natürlich auch, die bayerischen Spezialitäten waren der Renner.

„Das erste Oktoberfest in Übach-Palenberg war ein Mini-Fest auf dem Rathausplatz mit 800 Quadratmetern, dann war Palenberg mit 900 Quadratmetern Gastgeber, danach wieder der Rathausplatz mit mittlerweile 1000 Quadratmetern. Beim nächsten Mal in Palenberg waren wir bei 1100 Quadratmetern, und danach ging es mit dieser Größenordnung in der Innenstadt nicht mehr“, blickte Albert Spiertz zurück. Er fand in der Nähe der Rockfabrik ein optimales Gelände, wobei man mit dem Standort zunächst ein wenig Bauchschmerzen gehabt habe: „Wir Organisatoren waren uns nicht sicher, ob die Leute ganz besonders am Familientag den neuen Standort mit seiner Distanz zum Rathausplatz beziehungsweise zu Palenberg annehmen würden. Aber wir konnten durchatmen, das Fest wurde weiterhin bestens besucht“, berichtete Albert Spiertz.

Mittlerweile ist dieses Oktoberfest eines der größten in NRW und hat weiterhin Zulauf ohne Ende. Der Besuch am ersten Event-Wochenende war grandios, da passte kein Strohholm mehr ins XL-Zelt an der Borsigstraße. Sogar drei Eingänge waren nötig.

„Ausverkauft“ konnte zweimal gemeldet werden, das nächste Wochenende weckt bei denen, die Karten bekommen haben, schon jetzt Vorfreude. Am Samstag, 24. Oktober, folgt die Bayerngaudi Nummer drei, der Sonntag, 25. Oktober, sieht ab 10 Uhr den Familientag mit großem bayerischen Familienbrunch sowie zahlreichen Höhepunkten wie d’Reichenkirchner, der Privat-Musikkapelle Scherpenseel, den Alten Kameraden und Norman Langen vor.

„Das Oktoberfest ist stetig gewachsen“, blickte auch Sepp von den d’Reichenkirchner zurück. Von Beginn an sind die Musiker aus dem Alpenland dabei gewesen und erlebten live, wie dieses Event von Jahr zu Jahr gewachsen ist. „Hier im Westen wird ganz anders gefeiert als in Bayern. Wir Bayern können natürlich auch feiern, aber bei euch sind die Menschen spontaner, man ist lockerer und alle machen gleich mit“, so der Bayern-Kenner. Er freute sich, dass er und seine Musikkollegen sich irgendwie heimisch fühlten, denn es waren nur wenige, die nicht im Alpentracht mitfeierten. „Was hier ganz toll ist: das generationenübergreifend gemeinsam gefeiert wird“, sagte Sepp anerkennend.

„Es gibt so viele Dinge in diesen Zeiten, die wir als problematisch empfinden, gerade da sollte man es sich gönnen, trotzdem richtig zu feiern. Da kommt dieses Oktoberfest gerade zur rechten Zeit. Das Oktoberfest ist mehr als ein Werbeträger für die Stadt Übach-Palenberg. Es ist eines der größten Events hier in der Region und gehört einfach zur Stadt“, so Wolfgang Jungnitsch.

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