Zoff um die Lautstärke am Musikpark

Von: Thorsten Pracht
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Geilenkirchens Partyzentrum: Der Musikpark. Foto: Danielle Schippers/Thorsten Pracht
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Geilenkirchens Partyzentrum: Der Musikpark. Foto: Danielle Schippers/Thorsten Pracht

Geilenkirchen. Die letzte Ratssitzung in Geilenkirchen war geprägt von den großen Plänen für die Innenstadt. An einem Punkt aber ging es richtig zur Sache. Und passend zum Thema wurde es laut im Ratssaal.

Stefan Mesaros (Für GK) fragte bei der Verwaltung nach, wie es um die Lärmbelästigung durch den Musikpark Geilenkirchen stehe. „Das ist bereits meine dritte Anfrage, und bislang habe ich keine Antwort erhalten. Die Anwohner beschweren sich“, erklärte der Stadtverordnete.

Kreis soll messen

Beigeordneter Markus Mönter antwortete, man habe Kontakt zum Betreiber aufgenommen und zudem den Kreis Heinsberg um Amtshilfe gebeten. Zur Erklärung: Der Kreis ist in solchen Fällen als Untere Immissionsschutzbehörde zuständig und müsste auch die Messungen vornehmen. „Die Kosten für ein eigenes Gutachten müssten wir zunächst selbst tragen“, erklärte Mönter, der zudem darauf verwies, dass es für den Musikpark, der an der Gutenbergstraße im Gewerbegebiet Niederheid-Süd liegt, schließlich eine gültige Betriebserlaubnis gebe – und damit derzeit kaum eine Handhabe für die Stadt.

Karola Brandt (Freie Bürgerliste) reichte das nicht aus. „An bestimmten Wochentagen ist es so laut, dass man in der Nacht aufwacht“, führte sie an und bestätigte, dass auch sie von Bürgern auf die Thematik angesprochen worden sei. Sie forderte klipp und klar: „Wir wollen, dass da konkret geprüft wird.“

Mönter versuchte, das Verhalten der Verwaltung zu rechtfertigen. „Auch wir sind daran interessiert, die Situation konkret mit Werten zu belegen. Aber dafür müssen wir erstmal eine Messung haben.“ Diese Aussage rief Stefan Mesaros erneut auf den Plan. Seine erste Anfrage, auf die er keinerlei Rückmeldung erhalten habe, sei etwa ein Jahr alt. Zeit genug, um gemeinsam mit dem Kreis Heinsberg eine Lärmmessung zu organisieren, sollte man meinen.

Alexander Jansen, Leiter des Amtes für Stadtplanung, Umwelt, Bauordnung und Hochbau, sprang dem Beigeordneten zur Seite. „Uns ist Amtshilfe zugesagt worden, aber es ging leider nicht so schnell wie gedacht“, versuchte Jansen zu erläutern.

Jürgen Benden (Bündnis 90/Die Grünen) konnte all diese Erklärungsversuche aus dem Rathaus nicht nachvollziehen. „Haben Sie Ihre Hausaufgaben nicht gemacht?“, fragte er in Richtung Markus Mönter. „Ein relativ großer Teil des Ortes fühlt sich nachts belästigt. Es ist doch nicht unsere Aufgabe als Stadtverordnete, Ihnen darzulegen, dass es zu laut ist.“

Immerhin: Jansen versprach, erneut das Gespräch mit dem Kreis Heinsberg zu suchen und Amtshilfe zu beantragen.

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