Zerstörte Hochsitze: Jäger setzen eine Belohnung aus

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Nicht jeder Hochsitz in der Städteregion ist noch so intakt wie dieser: Einige wurden zerstört. Foto: Lange

Städteregion. Die Kreisjägerschaft Aachen Stadt und Land setzt angesichts der Zerstörungen von Jagdeinrichtungen auf Solidarität und aufmerksame Bürger. In den vergangenen Wochen waren vor allem zahlreiche Hochsitze in verschiedenen Revieren beschädigt oder zerstört worden.

Betroffen waren zuletzt Reviere in Orsbach, Brand, Stolberg-Breinig, Aachen-Hitfeld, Eilendorf und Monschau-Konzen. Auch im Kreis Heinsberg kennt man dieses Problem.

„Die gut vorbereiteten und rücksichtslosen Täter haben die Jagdeinrichtungen umgestürzt, zertrümmert und teilweise sogar in Brand gesetzt. Weidezäune wurden zerschnitten, um Fluchtwege offenzuhalten. Besonders in Hitfeld bestand dadurch die Gefahr, dass Pferde auf die nahe gelegene Straße laufen und es zu schweren Verkehrsunfällen kommt“, berichtet die Kreisjägerschaft.

Die Täter hätten zudem offenbar nicht berücksichtigt, dass sich Jäger im Rahmen des Naturschutzes auch für bedrohte Arten einsetzten. Durch sogenannte Fledermausklappen dienten die Hochsitze den bedrohten Flugsäugern als Unterschlupf. Ebenso werde der gefährdeten Haselmaus eine Nistmöglichkeit geboten.

In einer von der Kreisjägerschaft initiierten Versammlung der betroffenen und bedrohten Revierpächter wurde deutlich, dass die Jägerschaft vor allem auf die Bürger setzt. Hinweise auf verdächtige Vorgänge nimmt sie unter der Mail-Adresse kreisjaegerschaftac@web.de entgegen.

Belohnung ausgesetzt

Unterdessen haben sich die Aachener Jäger zusammengetan und eine Belohnung von bis zu 7000 Euro für sachdienliche Hinweise ausgesetzt, die zur Ergreifung von Tätern führen.

Von der Belohnung ausgenommen sind Jäger und deren Angehörige. „Für diese Belohnung haben zahlreiche Jäger gesammelt und zusammengelegt“, berichtet Günther Plum. „Ganz besonders haben wir uns über die vielen kleinen Beträge gefreut. Ich weiß genau, dass es den Spendern nicht ganz so leicht fällt. Damit wird ein besonderes Maß an Solidarität deutlich“, erklärt der Vorsitzende der Kreisjägerschaft Aachen.

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