„Zeitlose“ Ära an der Kirche behoben: Neue Turmuhr

Von: Georg Schmitz
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Nicht nur die neue Uhr sticht dem aufmerksamen Geilenkirchener ins Auge, sondern auch die strahlend weiße Fassade der evangelischen Kirche. Die Gemeinde hat die Gelegenheit beim Schopf ergriffen und dem Gotteshaus gleich einen frischen Anstrich verpasst. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Die evangelische Kirchengemeinde Geilenkirchen freut sich über die kürzlich installierte Kirchturmuhr. Mit dem neuen Uhrwerk geht eine „zeitlose“ Ära für die Gemeindemitglieder zu Ende, denn vor über 70 Jahren fiel auch die damalige Kirchturmuhr der Zerstörung des Gotteshauses im Zweiten Weltkrieg zum Opfer. Als einzige evangelische Gemeinde im Kreis Heinsberg verfügt sie nun über eine intakte Kirchturmuhr.

Mit einem Festgottesdienst wurde die Uhr kürzlich eingeweiht, und dazu hatten sich viele Gläubige im Gotteshaus eingefunden. Auch Bürgermeister Thomas Fiedler zollte dem Ereignis seinen Respekt und gratulierte der Vorsitzenden des Presbyteriums, Pfarrerin Tanja Bodewig, und der ganzen Gemeinde zu dem neuen „Zeitmesser“.

Gemeindemitglied Gerhard Schulz warf einen Blick in die Historie der Kirche, hatte bei seinen Recherchen aber keine detaillierten Informationen zur früheren Kirchturmuhr finden können. Auf Fotos aus den Jahren 1921 und 1925 ist jedoch eine Uhr in Höhe der Dachgiebelspitze des Turmes zu sehen.

Für den Neubau des Gotteshauses in der heutigen Konrad-Adenauer-Straße erfolgte die Grundsteinlegung am 30. März 1865. Zuvor hatte an gleicher Stelle ein kleines Predigthaus gestanden. Am 26. September 1866 fand die feierliche Eröffnung der evangelischen Kirche in Geilenkirchen-Hünshoven statt.

Der Wiederaufbau des zerstörten Gotteshauses nach dem Zweiten Weltkrieg zog sich über viele Jahre hin, und erst 1957 wurde die erweiterte und renovierte Kirche wieder ihrer Bestimmung übergeben. Eine neue Uhr im Turm suchten die Gemeindemitglieder allerdings vergeblich. Doch nun ist sie wieder da und der Blick nach oben offenbart dem vorbeifahrenden Autofahrer oder den Passanten die Tageszeit.

Die Idee für eine neue Kirchturmuhr wurde vor rund fünf Jahren im Presbyterium geboren. Es erfolgten Spendenaufrufe von Seiten der Kirche, und schließlich ermöglichten verschiedene Sponsoren den Kauf der 4000 Euro teuren Uhr.

Dafür sind die Pfarrerinnen Tanja Bodewig und Anne Lungova natürlich sehr dankbar. Baukirchmeister Jörg Wehlen aus Übach-Palenberg oblag die Koordination der notwendigen Arbeiten, und diese Aufgabe erfüllte er zur vollsten Zufriedenheit aller. Der Auftrag für die Installation der Uhr wurde an eine Spezialfirma vergeben.

Viele Menschen erinnern sich noch an das Gerüst, das die Kirche während der Arbeiten eine Woche lang umhüllte. Die Gemeinde nutzte die Gelegenheit und verpasste gleichzeitig der Fassade einen neuen Anstrich. Nun präsentiert sich das historische Gebäude in neuem Glanz und gemäß alter Tradition mit Kirchturmuhr.

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