Zeichen gegen den Pannenmeiler: „Tihange-AUS-schalten“-Säule

Von: st
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Geilenkirchen. In Geilenkirchen soll nach dem Willen der Bürgerliste und der Grünen eine „Tihange-AUS-schalten“-Säule installiert werden. Mit einem entsprechenden Antrag der beiden Fraktionen beschäftigt sich der Stadtrat in seiner nächsten Sitzung am Mittwoch um 17 im großen Sitzungssaal des Rathauses.

Die Atomkraftwerke in Tihange und Doel seien alt und störanfällig, begründen Grünen-Fraktionschef Jürgen Benden und Christian Kravanja, Fraktionsvorsitzender der Bürgerliste, ihren gemeinsamen Antrag. Aufgrund der Risse würden erhebliche Zweifel an der Sicherheit der Reaktoren bestehen.

„Auf eine Initiative hin wurden in Aachen und Umgebung bereits drei interaktive Tihange-AUS-schalten-Säulen installiert, an denen Bürger das gefährliche Atomkraftwerk symbolisch abschalten und dadurch ein Zeichen gegen dessen weiteren Betrieb setzen können“, begründen die Fraktionen weiter ihren Antrag. Zudem werde der belgischen Regierung regelmäßig mitgeteilt, wie oft das Kraftwerk schon symbolisch abgeschaltet wurde.

Geilenkirchen wäre betroffen

Da auch die Stadt Geilenkirchen bei einem möglichen Störfall des Kraftwerkes unmittelbar betroffen wäre, bestehe auch hier in der Bevölkerung ein großes Interesse daran, den Druck auf den belgischen Betreiber zu erhöhen.

Die Anschaffung einer solchen Säule verursache 2000 Euro Kosten plus Mehrwertsteuer. Um den Haushalt der Stadt durch den Antrag nicht zu belasten, sollen die Finanzmittel über Spenden bereitgestellt werden.

Bürgerliste und Grüne erklären sich bereit, eine Spendensammlung zu organisieren und laden alle Fraktionen dazu ein, „sich an der Aktion zu beteiligen und durch die Installation einer solchen Säule zusammen mit den Bürgern ein gemeinsames Zeichen gegen den Pannenmeiler in Tihange zu setzen“.

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