Zehnköpfige Abba-Formation spielt große Hits

Von: Stefan Reiners
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Authentisch sein: Das ist das Ziel der zehnköpfigen World Revival-Formation, die die schwedische Band klanglich und optisch so echt wie möglich darstellen will. Foto: Stefan Reiners
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Alles live: Die Coverband spielt jeden Abba-Song beim Konzert in der Rockfabrik live. Foto: Stefan Reiners

Übach–Palenberg. Man konnte mit all den „Abba“-Events im Monat März schon ein wenig durcheinander kommen. Am 12. März gab es „Thank you for the music – die Abba Story als Musical“ im Euro-gress in Aachen. Am 13. März war in Alsdorf „Abba Gold – The Concert Show“ zu sehen. Und am Samstag gab es schon wieder Abba, diesmal in der Rockfabrik.

Damit keine Missverständnisse aufkommen: Alle drei Aufführungen hatten nichts miteinander zu tun. Das Musical wurde von Benhard Kurz produziert, für die „Concert Show“ zeichnet Werner Leonard verantwortlich, und der kluge Kopf hinter „Abba World Revival“ vom vergangenen Samstag in Übach-Palenberg ist deren Sänger und Keyboarder Dan Hofrichter.

Authentische Präsentation

Letztlich stand hinter jeder der genannten Shows aber dieselbe Intention, nämlich die weltbekannte Musik der vier Schweden aus den 1970er und 1980er Jahren lebendig zu halten durch möglichst authentische Präsentation und hochkarätige musikalische Umsetzung.

Das ist der 2003 in der Tschechischen Republik gegründeten „Abba World Revival“-Formation auch bestens gelungen und das – wie sie ausdrücklich auf ihrer Internetseite betont und zu Beginn des Konzerts per Off-Sprecher auch ansagen ließ – zu einhundert Prozent live. Und zwar absolut alles. Jeder Ton.

Kein Wunder, dass man dazu ganze zehn Musiker braucht. Zwar fehlte der Percussionist, aber auch die verbleibenden neun Damen und Herren boten ein beeindruckendes Bild, als sie im Stile der tiefsten 1970er Jahre gekleidet in gold-weißen Glitzeroutfits die Bühne betraten.

Zusätzlich zur klassischen Abba-Besetzung gab es noch einen Bassisten, einen Drummer, einen Saxofonisten und zwei Backgroundsängerinnen. Das war schon ein extrem satter, vielstimmiger Sound, den die neun Liebhaber des skandinavischen Pops handgemacht und mundgeblasen präsentierten. Zwar sahen die beiden Frontsängerinnen den Originalen nicht übermäßig ähnlich (und so mancher der zahlreichen gestandenen Männer im Publikum dürfte in jungen Jahren in Agnetha oder wenigstens Anni-Frid verschossen gewesen sein).

Aber Blickfang waren sie neben den musikalischen Qualitäten trotzdem unbestritten, was natürlich (auch) an der einstudierten Choreographie lag, die für zusätzliche Abwechslung im glitzernden Bühnenbild sorgte.

Fischerchor- Moment

Da gab es so manche berühmte Abba-Pose oder heißen Flirt mit den Musikern. Wie die internationale Karriere der großen Vorbilder startete auch dieser Abend mit „Waterloo“, dem großen Hit aus dem Jahre 1974, mit dem Abba den damaligen „Grand Prix Eurovision de la Chanson“ (heute ESC) gewann. Der erste große „Fischerchor-Moment“ des Abends entwickelte sich beim getragenen „I have a dream“. Das sang der gesamte – übrigens trotz dritter Abba-Veranstaltung innerhalb von nur einer Woche zum Bersten gefüllte – Saal händeschwenkend mit.

Den zweiten Teil des Abends startete die Tribute Band nach etwa halbstündiger Pause in komplett neuen Kostümen schwungvoll mit dem schmissigen „Summer Night City“ aus dem Jahre 1978.

Das ohnehin schon vorher euphorisierte Publikum ging jetzt noch besser mit, was auch spürbar auf die Bühne übergriff. Und bei dem das Finale einläutenden Rock-Block mit „So long“, „Gimme, gimme, gimme“ und „Does your mother know“ gab es bei den Fans kein Halten mehr.

Den geplanten Abschluss bildete natürlich die „Dancing Queen“, einer der wohl bekanntesten Hits des Quartetts. Ebenso natürlich aber wurden die neun Protagonisten nicht ohne Zugaben entlassen.

70er-Jahre Tanznacht

Die Wahl fiel auf „Mamma mia“ und – in Text und Musik passend zum Runterkühlen gewählt – „Thank you for the music“. Danach wurde die „70er-Jahre Tanznacht“ vom DJ eröffnet, sonst würde die „Abba World Revival Band“, ginge es nach dem Willen der zahlreichen Zuschauer, wohl jetzt noch spielen.

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