Wurmfenster eine „kleine Attraktion”

Von: gs
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Geilenkirchen. Das geplante Sichtfenster im Stadtzentrum war Thema im Stadtentwicklungs- und Wirtschaftsförderungsausschuss der Stadt Geilenkirchen. Diese etwa ein mal zwei Meter große als „Wurmfenster” getaufte Öffnung vor dem „Ihr Platz” soll Passanten einen Blick in die tiefer fließende Wurm gewähren.

Planer Jochen Meyer-Brandis erläuterte die verschiedenen Gestaltungsvarianten. Vorschlag A beinhalte einen etwa 50 Zentimeter hohen konischen Aufbau aus Metall mit schräg verlaufenden Fenstern und integrierter LED-Beleuchtung im Außenbereich. Vorschlag B, „Wurmauge” genannt, zeigte zwei konische, nach oben verlaufende Rohre - Schiffskaminen gleich und ebenfalls mit LED-Beleuchtung versehen.

Je nach Gestaltung würden die Kosten für das „Wurmfenster” zwischen 17.000 und 20.500 Euro betragen. Damit das in mehreren Metern Tiefe dahinplätschernde Wasser auch zu sehen sei, werde es mit LED-Scheinwerfer angestrahlt. „Wir sind mit beiden Varianten nicht ganz glücklich”, sagte Gabriele Kals-Deußen (SPD). Vorschlag B komme aber überhaupt nicht in Frage. Jedoch werde die SPD das Wurmfenster befürworten, denn es eröffne die historische Möglichkeit, der Wurm ein Gesicht zugeben. Die Verwaltung möge aber auch ortsansässige Unternehmer bei der Gestaltungsfindung und den Arbeiten mit einbinden.

Stadt bekannter machen

„Wir als Grüne unterstützen die Idee ungemein”, meldete sich Rainer Jansen zu Wort. Heinz-Willi Zwirbel von der Freien Bürgerliste stellte die Frage, ob ein solches Vorhaben vor dem Hintergrund einer schlechten Finanzlage überhaupt zu vertreten sei. „Das ist eine kleine Attraktion für die Stadt, die auch zu vertreten ist”, antwortete Hans-Josef Paulus (CDU).

Seine Parteikollegin Barbara Slupik fragte sich, wo denn der Kick sei, wo der besondere Reiz für das Wurmfenster liege. „Diese kleine Sache kann Geilenkirchen als Stadt am Fluss etwas bekannter machen”, meinte Ausschussvorsitzender Jürgen Benden, bevor die große Mehrheit der Mitglieder für die Einrichtung des Wurmfensters votierte. Über die Gestaltung soll bei der kommenden Ratssitzung abgestimmt werden.
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