Wunderbares Konzert, das in die Annalen des Chores eingeht

Von: akf
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Unter der bewährt hervorragenden Leitung von Wilfried Hirche (l.) traten die Herren des Ubacher Gesangvereins 1848 bei ihrem Jahreskonzert im Pädagogischen Zentrum (PZ) mit einem tollen Programm an. Foto: Markus Bienwald

Übach-Palenberg. Kraftvoller Chorgesang und eine strahlend charmante Solistin verzückten das Publikum im PZ. Der Übacher Gesangverein 1848 setzte im 161. Vereinsjahr seinen Erfolgskurs fort.

Das Lied „Grüß euch Gott, alle miteinander” aus der Operette „Der Vogelhändler” war der richtige Einstieg in den Konzertabend. Mit geballter Kraft von 43 Sängern, dem großartig begleitenden Pianisten Dr. Thomas Herfs und einer überragenden Sopranistin Margriet Laumen-Schlössels von den Vereinigten Bühnen Krefeld-Mönchengladbach durfte er sich über ein volles Haus freuen.

Glockenreine Stimme

Bei seinem Jahreskonzert unter Leitung von Wilfried Hirche traf er den Geschmack der Zuhörer, offerierte er doch einen abwechslungsreichen Melodienreigen aus Operette und Musical. Seine Leistungsfähigkeit im bunten Mix, den Werner Gibbels moderierte, stellte der ÜGV mit einem großen Potpourri „Maske in Blau” aus der gleichnamigen zweiteiligen Operette von Fred Raymond mit viel Esprit unter Beweis.

Einen ersten Höhepunkt setzte Margriet Laumen-Schlössels, die in Sittard geborene Sopranistin. Als Solistin gastiert sie an vielen Bühnen, singt Konzerte und ist zudem fest engagiert als Kantor in der Kathedrale von Roermond. Strahlend und mit glockenreiner Stimme ließ sie mit „Czardas” aus der Operette „Die Fledermaus” von Johann Strauß gleich bei ihrem ersten Auftritt großartiges Können aufblitzen.

Der enorm erstarkte Übacher Gesangverein legte mit dem „Flieger-Marsch” aus der Operette „Der fliegende Rittmeister” des österreichischen Komponisten Hermann Dostal nach. Dieses Stück, das er 1912 unter dem Titel „Kerzengrad steig ich zum Himmel” als Gesangsstück eines Ballonfahrers für sein Bühnenwerk schrieb, ist als einer der schönsten und bekanntesten Militärmärsche bekannt.

Der Schlussteil des ersten Konzertabschnittes gehörte der blendend aufgelegten niederländischen Solistin. Nach dem Titel „Meine Lippen küssen so heiß” aus der Operette „Guidetta” von Franz Lehar sang sie gefühlvoll im Walzertakt „Vilja oh Vilja”, das Lied vom Waldmägdelein aus dem 2. Akt der erfolgreichsten und bekanntesten Operette Lehars, „Die lustige Witwe”, begleitet von Chor und Klavier.

Für den zweiten Abschnitt hatte musikalischer Leiter Wilfried Hirche in der Literatur bekannter Musicals gekramt und einen bunten Strauß beliebter Melodien gebunden.

Die Kompositionen von Jerry Herman, Andrew Lloyd Webber, Frederic Lowe, Amanda Mc Broom aus ihren bekannten Bühnenwerken wie „Hello Dolly”, „Phantom der Oper”, „Cats” und „My fair Lady” ließen die Stimmung im Pädagogischen Zentrum rasch steigen.

Schwungvoll mit „Hello Dolly” aus dem gleichnamigen Stück von Jerry Herman, das 1964 erfolgreich in New York aufgeführt und 1966 erstmals auf deutsche Bühnen kam, setzte der Übacher Gesangverein den Reigen in Gang. Anschließend brachte er mit „Engel der Musik”, „Phantom”, „Denk an micht” und „Lied der Nacht” vier der bekanntesten Lieder aus dem weltberühmten „Phantom der Oper” von Andrew Lloyd Webber zu Gehör.

Margriet Laumen-Schlössel trug danach im Original „Memory” von Andrew Lloyd Webber aus „Cats” vor. „Liebe ist wie wildes Wasser” ließ sie aus „The Rose” a capella erklingen. Temperamentvoll und mitreißend wie das gesamte Werk war auch der vom ÜGV intonierte Querschnitt aus 1956 in New York uraufgeführten Musical „My Fair Lady” von Frederick Loewe.

Titel wie „Ich hätt getanzt heut Nacht”, „Wäre das nicht wunderschön”, „Mit ânem kleinen Stückchen Glück”, „Ascot Gavotte” und „Ich bin gewöhnt an dein Gesicht” begeisterten das Publikum.

Das absolute Highlight hatte Wilfried Hirche ans Ende gesetzt: Margriet Laumen-Schlössels. Die Niederländerin stellte alles bis dahin Gewesene in den Schatten. Zunächst begeisterte sie mit dem weltberühmten „Granada” von Augustin Lara im Original tänzelnd und temperamentvoll mit glockenreiner Stimme. Ihr schauspielerisches Talent setzte sie beim Gesang von Johann Strauß „Schwipslied” ein, das orkanartigen Applaus nach sich zog.

Mit dem schottischen Abschiedslied „Amacing grace” in Begleitung von Chor und Pianisten ließ sie eine großartige Veranstaltung zu Ende gehen. Lang anhaltende Standing ovations waren Dank und Anerkennung für ein Konzert, das in die Annalen des ÜGV eingehen wird.
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