Wolfsgasse ist ein Dauerbrenner

Von: mabie
Letzte Aktualisierung:
15440942.jpg
Tempo 30 ist in der Einhardstraße/Ecke Wolfsgasse in Gangelt eigentlich vorgeschrieben. Nur wenige scheint das zu interessieren, und so bleibt die Strecke trotz baulicher Maßnahmen ein ewiger Diskussionspunkt. Foto: Markus Bienwald

Gangelt. Die Verkehrssituation an der Einhardstraße und Wolfsgasse ist ein Dauerbrenner für Rat und Verwaltung der Gemeinde Gangelt. Bei der jüngsten Ratssitzung kam die Diskussion über das Wie und Warum einer zusätzlichen Verkehrsberuhigung an dieser Strecke über einen Antrag der UB-Fraktion erneut auf den Tisch.

Rückblende: Die Diskussionen um diese Strecke sind schon viele Monate alt. Eigentlich ist hier Tempo 30 vorgesehen, doch gefühlt wird hier oft schneller als erlaubt gefahren, was Messungen des Kreises Heinsberg auch belegen.

Eine Verkehrsberuhigung per Parkmöglichkeiten links und rechts der Fahrbahn, über Einengungen im Kreuzungsbereich bis hin zu den aktuell eingebauten „Kölner Tellern“ als simuliertem Kreisverkehr scheint in den Augen mancher Ratsvertreter keine Linderung dieser Problematik gebracht zu haben. „80 Prozent der Verkehrsteilnehmer verstoßen hier gegen die Straßenverkehrsordnung“, so UB-Sprecher Roger Schröder. Vor dem Hintergrund, dass mit dem Baugebiet „Gangelt V“ noch weitere 250 Grundstücke anstehen, sei an dieser Stelle künftig mit noch mehr Verkehr zu rechnen, so Schröder. „Und unserer Meinung nach haben die Maßnahmen nichts gebracht“, schloss er. Darum wollte er per Antrag die Verwaltung beauftragen, an dieser Stelle beispielsweise über die bereits schon einmal im Fachausschuss diskutierten Aufpflasterungen nachzudenken.

„Ich stimme zu, dass die Situation unbefriedigend ist“, so Rainer Mansel (SPD), „aber wir können nicht noch mehr Maßnahmen erzwingen“. Bürgermeister Bernhard Tholen gab zu, dass es „nach wie vor Rowdys“ gebe, die sich nicht an die Vorschriften hielten. „Ich persönlich könnte auch damit leben, dass es eine Aufpflasterung gibt“, womit ein verringertes Tempo erzwungen werden könnte, betonte der Verwaltungschef. „Dass aber in einer 30er-Zone nur 30 gefahren wird, glaubt sicherlich niemand mehr“, so Tholen.

Karl-Heinz Milthaler von der CDU fand es befremdlich, dass immer nur an dieser Stelle gemessen werde. Angesichts der Vielzahl von Gangelter Straßen, auf denen nur Tempo 30 erlaubt sei, würden Messungen an anderen Stellen wahrscheinlich zu ähnlichen Ergebnissen kommen. „Konsequente Überwachungsmaßnahmen“ sah auch Ingrid Heim von der Grün-Liberalen Fraktion als einzige Möglichkeit an, hier einen Riegel vorzuschieben. Dennoch wurde der Antrag bei fünf Ja-Stimmen und sechs Enthaltungen mit 14 Gegenstimmen abgeschmettert.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert